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Es lief die 36. Minute, als Reinhardt Kusnyarik eine Eingebung hatte. „Das kann heute etwas Besonderes werden“, dieser Gedanke ging dem Stürmer durch den Kopf. Gerade hatte er sein drittes Tor erzielt. 5:0 führte der ASV Veitsbronn in einem einseitigen Bezirksligaspiel. Der Auswärtssieg war sicher, Gegner BSC Erlangen, das abgeschlagene Tabellenschlusslicht, chancenlos. Doch Kusnyarik noch lange nicht satt. „Als Offensivmann kenne ich während der 90 Minuten kein Mitleid“, erklärt der 25-Jährige. Schuss um Schuss feuerte er auf den Erlanger Kasten. Während manch anderer einen Gang zurückgeschaltet hätte, rannte Kusnyarik weiter und weiter. Nach 90 Minuten hatte er sage und schreibe neun Mal ins Tor getroffen.
„Ich hatte in der Torschützenliste schon großen Rückstand. Da musste ich was machen“, scherzt Kusnyarik nach dem Spiel. Acht Treffer hatte der Obermichelbacher in den ersten elf Saisonspielen erzielt. Eine ordentliche Rate, mit der der ASV-Goalgetter aber im Klassement der Torjäger zehn Treffer hinter Christoph Weber vom SV Schwaig lag. Das sieht nun anders aus.
Dennoch bleibt er bescheiden und bedankt sich bei seinen Mitspielern: „Sie haben mich immer wieder gesucht und gut in Szene gesetzt.“ Überhaupt weiß der ehemalige Jugendspieler der SpVgg Greuther Fürth um die Bedeutung eines funktionierenden Kollektivs.
Auch beim Landesligisten TSV Neustadt/Aisch war Kusnyarik schon aktiv. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen konnte er jedoch nicht regelmäßig trainieren und kehrte deshalb vor vier Jahren wieder zum ASV zurück.
Mit acht Zählern Rückstand auf Tabellenführer SV Schwaig rangiert Veitsbronn momentan auf dem vierten Platz der Bezirksliga Mittelfranken 1. „Wir wollen weiterhin oben mitspielen“, benennt Kusnyarik die Saisonziele. Und auch im Kampf um die Torjägerkrone will er weiter angreifen. „Doch neun Tore werde ich wohl nicht mehr schießen“, gibt sich der Stürmer realistisch. Und betont deshalb: „Meinen Neunerpack werde ich nie vergessen.“




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