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Verdächtiges Paket in Fürth: Es waren Gummibärchen

Gebäude einer IT-Firma vorsorglich geräumt - Sprengstoffexperten vor Ort - 04.12.2017 16:29 Uhr

Die Polizei sperrte das Areal an der Dr.-Mack-Straße weiträumig ab. © News5/Merzbach


Die Erpressungsversuche bei DHL sorgen auch in Franken für erste Verunsicherungen. In der Fürther Uferstadt unweit der Pegnitz wurde jetzt ein verdächtiges Paket entdeckt. Eine IT-Firma, die in dem Areal untergebracht ist, alarmierte die Polizei. Das Paket war wohl unfrankiert, hatte keinen Absender, außerdem habe man keine Sendung erwartet.

Polizei und Feuerwehr rückten aus und sperrten die Uferstadt weiträumig ab. In die Sperrzone konnten weder Anwohner und Angestellte, Passanten durften nicht zu ihren geparkten Autos. Rund 200 Menschen müssten das Gebäude verlassen. Gegen 15.30 Uhr trafen Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) ein. Sie untersuchten den Gegenstand - und fanden drei Kilogramm Gummibärchen in dem Paket. 

Auch wenn der Vorfall für jede Menge Aufregung sorgte: Die Polizei lobt das Verhalten der IT-Firma ausdrücklich. Nach Potsam, wo der bislang unbekannte Erpresser eine Bombe in der Nähe des Weihnachtsmarkts deponierte, die durchaus Menschen hätte töten können, seien die Menschen sensibilisiert und eben das sei auch gut so, so ein Sprecher des Präsidium Mittelfranken. "Das Verhalten war völlig richtig." Im Zweifel sollen Betroffene den Polizeinotruf wählen.

Polizei geht von weiteren Sendungen aus

Bereits kurz zuvor wurde auch in der Nürnberger Oerstedstraße Alarm ausgelöst. Auch dort wurde ein verdächtiges Paket entdeckt. Es habe sich dabei lediglich um einen Etikettierfehler bei der Post gehandelt, teilt die Polizei mit. Auf der Sendung seien irrtümlich zwei Marken aufgebracht worden.

Nach dem Bombenfund von Potsdam geht die Polizei davon aus, dass der Erpresser weitere Sendungen verschickt. Am Sonntag warnte Brandenburgs Innenminster Karl-Heinz Schröter die Bevölkerung. Hinweise auf eines der Sprengstoffpakete können demnach unbekannte Absender, Rechtschreibfehler oder auch aus dem Karton ragende Drähte sein. Der Täter habe nach ersten Erkenntnissen eine Millionensumme vom Versandriesen DHL gefordert. 

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