Dutzende Geschichten konnte man in den vergangenen Wochen lesen und hören über den gereiften Fußballer, der vom Filou "Schröcky" zum ernsthaften Profispieler Stephan Schröck geworden ist. Der sich mittlerweile der Anerkennung seiner Mitspieler erfreut und zum Vize-Kapitän gewählt wurde. Und der nach eigener Aussage seinen Lebenswandel nun auch den Erfordernissen des modernen Leistungssports angepasst hat.
Dass der erstaunliche Reifeprozess des einst in der B-Jugend von der DJK Schweinfurt nach Fürth gekommenen Schröck Tatsache ist, konnte man am Sonntag in der "Trolli Arena" bestaunen. Als das Spiel auf Messers Schneide stand, schnappte er sich in der 75. Minute den Ball, lief trotz mehrerer Grätschen Karlsruher Gegner auf und davon und bediente schließlich maßgerecht Kingsley Onuegbu, der zum 3:1 einschoss. In der 89. Minute schließlich marschierte Schröck erneut los, zog nach innen und traf ausgerechnet mit seinem vermeintlich schwachen linken Fuß zum 4:1-Endstand.
Tore von Schröck waren in der Vergangenheit eine wahre Rarität, so dass der Treffer Sonntagnachmittag erst sein vierter in 137 Zweitliga-Spielen war. Doch man darf annehmen, dass der Oberfranke auch diese Bilanz verbessern wird. Schröck hat auf dem Spielfeld Verantwortung übernommen. Seine neue Rolle demonstrierte er aber auch nach der Begegnung. Nach Entgegennahme der Komplimente gab er sich sogleich kritisch. "Es läuft längst nicht alles schon so, wie wir es uns wünschen. Wir hatten in der zweiten Hälfte 20 Minuten lang keinen Zugriff mehr auf die Gegenspieler."
Bange ist ihm aber nicht, denn in der frühen Saisonphase seien Abstimmungsprobleme ganz natürlich: "In allen Bereichen können wir uns steigern. Ich freue mich schon auf den Moment, wenn wir unser Potenzial richtig nutzen können." "Er hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er nun bereit ist, Verantwortung zu übernehmen", sagt Co-Trainer Mirko Reichel, der den 24-Jährigen lange genug kennt, um dessen Entwicklung beurteilen zu können.
Noch kein Thema für Schröck war am Sonntag die zweite Pokalrunde Ende Oktober. Manager Rachid Azzouzi hingegen war mit dem Los FC Augsburg einigermaßen zufrieden. "Es ist schon alleine deswegen gut, da wir ein Heimspiel haben. Augsburg wird eine schwere Aufgabe, aber wir können sie zu Hause durchaus lösen."




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