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Vorbereitungen für den Bundesligaauftakt

Stadt und Wirte haben ein Konzept für die Feier in der Gustavstraße entwickelt — Veränderungen im Ronhof - 22.08.2012 22:00 Uhr

Endspurt: Arbeiter haben in den vergangenen Wochen die alte Südtribüne abgebaut und sind dabei, das Dauerprovisorium durch eine etwas größere Stahlrohrkonstruktion mit Dach zu ersetzen.

Endspurt: Arbeiter haben in den vergangenen Wochen die alte Südtribüne abgebaut und sind dabei, das Dauerprovisorium durch eine etwas größere Stahlrohrkonstruktion mit Dach zu ersetzen. © Thomas Scherer


Der große Moment lässt sich nicht verschieben: Der Anpfiff am Samstag um 15.30 Uhr im Ronhof verspricht, vielen Fans Gänsehaut zu bescheren. Etwa 18000 Zuschauer — rund 3000 mehr als vor dem Umbau des Stadions — sollen dabei sein können. Das geht freilich nur, wenn bis dahin die neue Südtribüne fertig ist.

Das klappt, versichert SpVgg-Vizepräsident Holger Schwiewagner und klingt zuversichtlich. Am Donnerstagabend sollen die Arbeiten beendet sein. Das Wochenende haben die erfahrenen Fachleute bereits durchgearbeitet: „Da wird jetzt gekämpft.“

Um den neuen Fan-Andrang an den Eingängen bestmöglich bewältigen zu können und Wartezeiten zu verringern, wurden in den vergangenen Wochen neun zusätzliche Drehkreuze eingebaut; 27 stehen nun bereit. Damit sie optimal ausgenutzt werden, müssen sich die Fans beim Einlass an eine neue Regelung gewöhnen: Der Nordeingang ist künftig für diejenigen reserviert, die zur Nordtribüne oder Gegengeraden wollen, der Südeingang für alle, die das Spiel von der Haupt-, Vor- oder Südtribüne, vom Familienblock, vom Block neun oder vom „Lohner“ aus verfolgen.

In Sachen Bier ändert sich für die Fans der SpVgg zunächst nichts: Beim Spiel gegen die Bayern darf in ihre Becher weiterhin Grüner Bier fließen — was ihnen möglicherweise neidische Blicke vom Gästeblock einbringen wird: Die Begegnung wurde von SpVgg und Polizei nämlich als „Risikospiel“ bewertet, ebenso wie die Partien gegen Schalke und Hamburg und das Derby gegen den 1. FC Nürnberg im November. Und das heißt: Für die gegnerischen Fans gibt es, von Fall zu Fall unterschiedlich, im Ronhof nur leichtes oder alkoholfreies Bier. So handhabte man es bereits in der Vergangenheit, wenn etwa Fans aus Dresden zu Gast waren, sagt Schwiewagner auf FN-Nachfrage. „Das ist als Maßnahme zur Gewaltprävention in deutschen Stadien üblich.“ Die Kleeblatt-Fans trifft es nur beim Derby: Dann müssen auch sie im Ronhof mit alkoholfreiem Bier vorliebnehmen.

Auch die Gustavstraße wappnet sich

Vorbereitet sein will man auch in der Gustavstraße. Wie berichtet, hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auf Antrag der Wirtegemeinschaft — das sind: Kaffeebohne, Gelber Löwe, Bar und Pfeifndurla — für den ersten Spieltag Ausschankstände im Freien genehmigt. Dahinter steckt der gemeinsame Wunsch der Wirte und der Kommunalpolitiker, ähnlich chaotische Zustände wie bei der spontanen Fete nach dem geglückten Sprung ins Oberhaus Mitte April zu vermeiden. Damals drängten die Fans massenhaft in die Kneipen, um sich Getränke zu besorgen; an mehreren Stellen wurde es bedrohlich eng. Nach der Feier war das Straßenpflaster übersät mit Glasscherben, weil viele Fans Gläser und Flaschen achtlos oder euphorisiert auf den Boden warfen. Der Gelbe Löwe musste zwecks Renovierung sogar zwei Tage geschlossen bleiben.

Damit unschöne Szenen diesmal ausbleiben, hat die Stadt in Abstimmung mit den Wirten ein Konzept entwickelt. Die Wirte sind laut Jürgen Tölk, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts, verpflichtet, einen gewerblichen Sicherheitsdienst zu engagieren, „mindestens zehn Personen stark“. Wie bei der offiziellen Aufstiegsfeier, bei der es wesentlich entspannter zuging, darf draußen ausschließlich in Plastikbechern ausgeschenkt werden, Gläser und Flaschen sind tabu. Ebenfalls verboten sind an den Ausschankstätten im Freien Spirituosen. In der Gustavstraße wird an dem Tag zudem ein Halteverbot gelten. Bis 22.30 Uhr darf an den mobilen Getränkeständen verkauft werden, um 23 Uhr sollen die Flächen vor den Kneipentüren dann geräumt sein. Polizeichef Peter Messing rechnet damit, dass „friedlich gefeiert wird und unsere Anwesenheit nicht erforderlich ist“. Sollte es anders sein, „werden wir da sein“. 

VON CLAUDIA ZIOB

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