Donnerstag, 15.11.2018

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Weitersdorf: Mehr Platz und ein Plus an Sicherheit

Startschuss für die Bauarbeiten an der Eisenbahnunterführung im Roßtaler Ortsteil ist gefallen - 30.03.2018 10:00 Uhr

Auftakt für die Arbeiten an der Bahnunterführung Weitersdorf: Landrat Dießl (l.), Bürgermeister Völkl (2.v.r.) machen auf die Umleitung aufmerksam. © Foto: Schülbe


Zwei Absperrgitter stehen schon, das dritte tragen Roßtals Bürgermeister Johann Völkl und Landrat Matthias Dießl an seinen Platz. Es ist ein offizieller Akt auf der Kreisstraße im Ortsteil Weitersdorf, der Auftakt für den lang ersehnten Neubau der Eisenbahnunterführung. "Wir freuen uns, dass es endlich losgeht", sagt Völkl, "seit 2006 warten wir jetzt schon darauf."

Über die Straßensperrung freue man sich freilich weniger. Der Umweg für Fußgänger durch die südwestlich gelegene Bahnhofsunterführung beträgt knapp 1,6 Kilometer, für Autos führt die kürzeste Strecke durch die Sichersdorfer Straße. Wenn die Ferien enden, wird es provisorische Schulbushaltestellen auf beiden Seiten der Bahnlinie geben.

Im Mai 2019 soll der Verkehr wieder rollen. Dann beträgt die Durchfahrtshöhe 3,80 Meter, einen halben Meter mehr als bisher. "Damit haben wir hier fast Kreisstraßenstandard", sagt Dießl. Noch mehr wäre möglich gewesen, immerhin beträgt die in Deutschland zulässige Maximalhöhe von Kraftfahrzeugen inklusive Beladung vier Meter. Hier verweist Andreas Eisgruber, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Nürnberg, auf die Kanäle unter der Straße, die dann jedoch ebenfalls tiefergelegt werden müssten: "Ein Meter mehr Durchfahrtshöhe würde Mehrkosten von einer Million Euro bedeuten."

Insgesamt kostet die Brücke knapp zwei Millionen Euro, von denen der Landkreis mit 1,26 Millionen den größten Teil bezahlt – da er den Umbau gefordert hat – und die Bahn den Rest. Über den so genannten Vorteilsausgleich fließen von der Bahn aber wiederum 333 000 Euro an den Kreis. Der Straßenbau wird den Kreis weitere 900 000 Euro kosten, hier wird der Freistaat Bayern etwa die Hälfte durch Zuschüsse erstatten.

Nicht nur Breite und Höhe der Unterführung werden vergrößert, es soll auch einen Gehweg geben. Auf einer Gesamtlänge von 260 Metern wird außerdem die Kreisstraße in ihrer Höhe angepasst und dadurch erneuert. Abgeschlossen werden kann der Straßenbau natürlich erst dann, wenn die Eisenbahnbrücke erneuert wurde.

Der Brückenabschnitt wird nun zunächst neben dem bisherigen Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert hergestellt. Während einer Gleissperrung an fünf Tagen im Oktober soll dann das alte abgerissen und das neue hineingeschoben werden.

Nicht nur für Feuerwehr, Busse und den übrigen Verkehr soll das Projekt Verbesserungen bringen. Völkl verweist auch auf die Bedeutung der Fußgängerverbindung, unter anderem wegen der Gaststätte und dem Gemeinschaftshaus im südlichen Ortsteil – in Zukunft sei die Unterführung sicherer zu durchqueren.

Mehr Sicherheit für Fußgänger an dieser Stelle, darauf machte Friedrich Wagner (Freie Wähler) aufmerksam, habe er schon 1990 im Marktgemeinderat gefordert. 

Martin Schülbe

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