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Werkzeugbauer investiert im Fürther Golfpark

Firma Swoboda zieht für vier Millionen Fertigungshalle hoch — Belegschaft soll auf 40 Mitglieder wachsen - 23.11.2015 16:00 Uhr

Swoboda-Betriebsleiter Werner Ulrich und Oberbürgermeister Thomas Jung (rechts) bauten eine Zeitkapsel im Beton ein. Die Grundsteinlegung ist gleichzeitig Auftakt für die zweite Bauphase.

Swoboda-Betriebsleiter Werner Ulrich und Oberbürgermeister Thomas Jung (rechts) bauten eine Zeitkapsel im Beton ein. Die Grundsteinlegung ist gleichzeitig Auftakt für die zweite Bauphase. © Foto: Schübel


„In sechs Wochen werden wir die Produktion ganz hierher verlegen“, sagt Betriebsleiter Werner Ulrich. „Mitte Januar wird dann die Arbeit hier losgehen können.“ Erst Ende Juni hatte die Swoboda Hartmann Gruppe das Grundstück in der Gustav-Weißkopf-Straße von der Stadt gekauft.

Schon drei Monate später begann der Bau. Und jetzt, nach sechs Wochen, ist auf der Baustelle die Halbzeit erreicht. „Ohne die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Fürth und dem Bauunternehmen Dobler wären wir jetzt noch nicht so weit“, ist sich Ulrich sicher.

Der Platz sei „sehr gut gewählt, den Mitarbeitern wird es hier an nichts fehlen“, bekräftigt Oberbürgermeister Thomas Jung augenzwinkernd, sowohl ein Golfplatz als auch eine Reitanlage sind in direkter Nachbarschaft zu finden.

Die Firma Swoboda stellt weltweit an neun Standorten Spritzguss–Werkzeuge für die Automobilindustrie her. Nach China, Mexico und den USA kommen diese Werkzeuge in Zukunft auch aus Fürth. Von der Zentrale in Wiggensbach im Allgäu ist man schnell in Fürth. „Die Region hier ist eine der Keimzellen des Werkzeugbaus in Deutschland“, sagt Ulrich.

Die Belegschaft von derzeit 23 Mitarbeitern in der Region soll durch das neue Werk auf 40 ansteigen. „Wir schauen immer darauf, welche Unternehmen sich im Golfpark ansiedeln“, sagt Jung. Sie müssten auch einen ökologischen Anspruch erfüllen.

Nicht erst nach dem heftigen Schlag, den die Fürther Wirtschaft durch die Pleite von Quelle bekommen hat, dominieren in der Kleeblattstadt fast zwangsläufig kleinere Firmen. „Die mittelständischen Unternehmen bilden heute Fürths ökonomisches Rückgrat.“

Start im Januar

Ende dieses Jahres soll die neue Fabrik fertig sein. Mitte Januar wird dann die Produktion beginnen. Nach dem Kauf des Grundstücks wurden auch neue Maschinen angeschafft, „damit wir hier von Anfang an voll durchstarten können“, sagt Ulrich. Die neue, 2000 Quadratmeter große Halle will das Unternehmen auch zur Ausbildung nutzen.

Vier Millionen Euro hat die Swoboda Hartmann Gruppe in das neue Werk am Golfpark investiert. „Damit ist aber noch nicht Schluss“, erklärt der Betriebsleiter. Ein Ausbau der Produktionskapazitäten und die Aufstockung der Belegschaft seien in Planung.

Zur verspäteten Grundsteinlegung versenkten Oberbürgermeister Jung und Betriebsleiter Werner Ulrich eine Zeitkapsel im Beton am Eingangstor des zukünftigen Betriebsgeländes. Darin eingemauert sind Pläne, eine aktuelle Ausgabe dieser Zeitung und einige Münzen. „Solange wir hier produzieren, wird diese Zeitkapsel auch im Boden bleiben“, versichert Ulrich. „Und wir haben vor, lange hier zu bleiben.“ 

SIMON SCHÜBEL

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