Donnerstag, 18.10.2018

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Wilhermsdorfer Kircheneck hat seinen Preis

Umplanungen verteuern das Projekt der evangelischen Gemeinde - 30.11.2017 21:00 Uhr

Diese Baulücke wird sich bis zum Jahr 2019 füllen, dann hat Wilhermsdorfs evangelische Gemeinde mit dem „Kircheneck“ eine neue Heimat. © Foto: Heinz Wraneschitz


Das neue Evangelische Gemeindezentrum in Wilhermsdorf ist seit März im Bau. Eigentlich hätte der Start viel früher sein sollen: Finanzierungsfragen und eine Nachbarschaftsklage verzögerten ihn jedoch.

Das "Kircheneck" entsteht nahe der Hauptkirche zwischen Marktplatz und Burgmilchlingstraße aus alten und neuen Häusern. Im Laufe des Jahres 2019 soll es fertig sein. Entstehen werden unter anderem Säle der Begegnung, Gemeinschaftsräume, ein neues Pfarrwohnhaus und ein Innenhof.

Bei der Grundsteinlegung hieß es noch, etwas über drei Millionen Euro Baukosten seien für den Gebäudekomplex eingeplant. Inzwischen scheint aber klar: Die Kosten werden wohl steigen.

Ursprünglich sollte nach Wünschen des Denkmalschutzes ein alter Torbogen an der Burgmilchlingstraße erhalten bleiben. Udo Zill, Baukoordinator des Kirchengemeinderats, erklärte nun, dass dem Bogen das stabile Fundament fehle. Deshalb musste er abgerissen werden. Die Folge waren eine Umplanung und Mehrkosten.

Grundwasser vermutet

Aufgeschreckt hat etliche Bürger, dass so viel Wasser aus der Baustelle gepumpt werden musste. In diesem Fall erwartet Zill keine Preissteigerung. Offensichtlich war man in der Grube auf mehr Grundwasser gestoßen, was aus dem vorher erstellten Bodengutachten nicht erkennbar war. Das Problem ist mittlerweile gelöst. "Wenn die Bodenplatte in den nächsten Wochen drin ist, wird das alles wieder zurückgebaut", verspricht Zill auf Nachfrage.

In der Bevölkerung war vermutet worden, man habe in der Bauphase alte Brunnen angezapft. "Das stimmt aber nicht", bekräftigt Zill. Wer wolle, könne im "Heimatblättla Nr. 18" des Heimatvereins nachlesen, wo früher Ortsbrunnen standen: zum Beispiel vor dem Anwesen Hauptstraße 37, dem heutigen Landkaufhaus.

Und noch etwas stellt Udo Zill klar: "Die Feuerwehr war nie vor Ort und hat Wasser abgepumpt." Auch das war eines der Gerüchte im Ort, denn die Pumpenschläuche sehen denen der Feuerwehr zum Verwechseln ähnlich. 

Heinz Wraneschitz

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