Dienstag, 13.11.2018

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Zirndorf und Stein machen Haltepunkte barrierefrei

Weitere Bushaltestellen wurden umgebaut - Nur die Faberstadt nutzt das Förderprogramm - 28.08.2018 12:41 Uhr

Bequemer für ÖPNV-Nutzer und Busfahrer: Die neue Bushaltestelle am Goethering in Stein bietet den Fahrzeugen mehr Platz und ist barrierefrei zum Einsteigen. © Thomas Scherer


Im Zuge der Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Wallensteinstraße wurden die beiden Bushaltestelle Zirndorf-Ost umgebaut. Jetzt sind Bordsteinkanten mit einer Höhe von 18 Zentimetern eingebaut, die einen barrierefreien Zugang zu den Bussen ermöglichen.

Auf Höhe der Fronttüren sind die Einstiege mit sogenannten taktilen Platten, geriffelten Pflastersteinen, markiert. Dies ermöglicht es Sehbehinderten, sich mit ihrem Taststab zu orientieren. Geändert wurde auch der Halt in Richtung Oberasbach. Der Bus wird zukünftig auf der Fahrbahn stoppen. Der Gehweg wurde bis an den Halt herangezogen, so dass das Einsteigen erleichtert ist.

Umbau nach Bedarf vs. Förderprogramm

Die Stadt Zirndorf baut ihre Bushaltestellen nach Bedarf und angesichts von Straßenbaumaßnahmen um. Sie nimmt damit nicht am staatlichen Förderprogramm "Barrierefreie Bushaltestellen" teil. Dieses verlangt den Umbau aller stärker frequentierten Stopps in einer Kommune gemäß einer Prioritätenliste. Die Stadt Stein hingegen hat sich für das Programm, das allerdings mit höheren Auflagen verbunden ist, entschieden.

Jüngstes Beispiel in Stein ist der Wendepunkt Goethering. Er wurde, zunächst unabhängig vom Förderprogramm, völlig neu gestaltet, gleichzeitig aber das Förderprogramm für Menschen mit Handicap genutzt.

Die Busse der Linien 63 und 154 können dort nun ohne aufwendige Rangiermanöver wenden und auch während der Standzeiten komfortabel parken. Außerdem wurden Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen.

Zugleich wurde die Haltestelle barrierefrei, ähnlich wie in Zirndorf, gestaltet. Dies war aufwendiger als zunächst gedacht, denn es war ein Grunderwerb nötig, und zwar von der Seniorenwohnanlage des St.-Gundekar-Werkes. Vom Gundekar-Werk kaufte die Stadt 170 Quadratmeter Fläche ab.

Außerdem mussten eine Trafostation und das Wartehäuschen versetzt werden. Besonderheiten am Goethering sind die abgerundeten Bordsteinkanten, die den Einstieg mit Rollstuhl, Rollator oder auch Kinderwagen noch weiter erleichtern.

Der neue Unterstand liegt nun zentral zwischen den beiden Buseinstiegen der Linien 63 und 154. Von dem barrierefreien Umbau profitieren die rund 120 Bewohner der Seniorenwohnanlage und deren Besucher.

Sollten eine digitale Anzeige für die Busabfahrtszeiten und eine Ladestation für E-Bikes noch hinzukommen, dann sind bereits die Kabel dafür verlegt.

Stein will vier weitere in Angriff nehmen

In Stein sollen noch in diesem Jahr vier weitere Bushaltestellen mit mehreren Haltepunkten barrierefrei werden: am Palm Beach, am Gymnasium Stein, in der Sommerstraße und vor der Martin-Luther-Kirche. 440.000 Euro sind dafür in diesem Jahr eingeplant.

Im nächsten Jahr stehen Deutenbach-Mitte, Fabergut und Unterweihersbuch auf dem Plan. Bereits mit einem behindertengerechten Einstieg versehen ist die Haltestelle in der Deutenbacher Straße nahe dem Einkaufszentrum Forum. 

fn

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