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Zuhause spielt Bochum wie ein Absteiger

SpVgg Greuther Fürth will VfL zurück auf dem Boden der Tatsachen holen - 10.03.2014 05:56 Uhr

Ob Frank Kramer ihm das abnimmt? "Zwei offensive Mannschaften" kündigt VfL-Coach Peter Neururer (rechts) für Montag an.

Ob Frank Kramer ihm das abnimmt? "Zwei offensive Mannschaften" kündigt VfL-Coach Peter Neururer (rechts) für Montag an. © Sportfoto Zink / WoZi


Ans Hinspiel in Fürth wird man sich beim VfL Bochum nicht nur gern, sondern auch mit einem Schuss Wehmut erinnern. Die Gäste aus dem Westen gewannen durch zwei Traumtore von Piotr Cwielong und Yusuke Tanaka, die jeweils mit einem unhaltbaren Distanzschuss in den Winkel das 2:0 herausschossen. Sie kletterten seinerzeit auf den vierten Rang, und es schien so, als sollten die Kicker die Worte ihres neuen Sportvorstands Christian Hochstätter erhören, der als Anspruch des VfL die Bundesliga genannt hatte. War es also möglich, die „Vision“ (Hochstätter) schneller in die Wirklichkeit umzusetzen als gedacht?

Mittlerweile ist man an der Ruhr um einiges schlauer und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Cwielong und Tanaka konnten ihre Kunststücke nicht wiederholen, seit dem Spiel in Fürth hat der VfL ganze zehn Tore geschossen.

Wie schon in der vergangenen Saison ist Bochum also von einer Rückkehr in die Bundesliga meilenweit entfernt. Dabei sehnen sich alle nach einer Rückkehr in die Erste Liga. Von 1971 bis 1993 waren die Bochumer „die Unabsteigbaren“, danach ging es immer mal wieder runter in die Zweitklassigkeit.

Allerdings konnte der VfL den Abstieg fünf Mal sofort reparieren und postwendend wieder aufsteigen. In der Saison 2010/2011 gelang das Kunststück nicht, man scheiterte in der Relegation an Mönchengladbach. Die Ränge 11 und 14 in den darauffolgenden beiden Spielzeiten waren enttäuschend, allzu viel besser wird es am Ende wohl auch diesmal nicht werden.

Am Strafraum ist Schluss

Auswärts lief es zwar recht gut, man konnte 17 Zähler auf fremden Plätzen holen. Doch wer oben mitspielen will, muss auch zu Hause punkten. Das ist den Bochumern nur unzureichend gelungen. In der Heimtabelle der Zweiten Liga stehen sie auf dem letzten Platz. Ein Sieg vor eigenem Publikum gelang zuletzt Anfang November mit 1:0 gegen den 1. FC Köln, der andere Erfolg war das 2:1 gegen Union Berlin zum Saisonstart.

Dass die Bochumer ihre beiden Heimsiege ausgerechnet gegen Favoriten geholt haben, ist so ungewöhnlich nicht: Gegen Union und Köln ließ VfL-Coach Peter Neururer im „rewirpower“-Stadion die Auswärtstaktik anwenden, und schon klappte es. Müssen die Bochumer das Spiel aber selbst machen, sind sie meist am gegnerischen Strafraum mit ihrem Latein am Ende. So kann man an der Ruhr froh sein, das Auftaktspiel 2014 bei St. Pauli gewonnen zu haben, denn so besteht noch ein Zwei-Punkte-Polster zum Relegationsrang 16.

Man darf sich beim Kleeblatt am Montag also wahrscheinlich auf einen eher zurückhaltenden Gastgeber einstellen, auch wenn VfL-Coach Peter Neururer im Vorfeld „zwei offensive Mannschaften“ erwartet. Die Bochumer werden sich erst einmal auf ihre Defensive konzentrieren, immerhin haben sie mit nur 26 Gegentreffern die beste Abwehr aller Teams aus der zweiten Tabellenhälfte.

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Vorne soll wieder Richard Sukuta-Pasu helfen. Der hatte zuletzt eine Magen-Darm-Verstimmung und musste pausieren, steht aber wieder im Kader. Immerhin ist Sukuta-Pasu zusammen mit Mirkan Aydin der beste Torschütze der Bochumer. Beide haben bisher drei Treffer erzielt. 

fn

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