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Zuwachs auf der Hardhöhe-West

Bauzentrum Gebhardt zieht von Zirndorf nach Fürth — Keine Waschstraßen - 11.07.2018 21:00 Uhr

Vor der neuen Norma-Hauptverwaltung wächst an der Würzburger Straße der Rohbau der Baustoffhandlung in die Höhe. Noch in diesem Jahr soll die Eröffnung gefeiert werden. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Noch in diesem Jahr will das Bauzentrum Gebhardt hier Eröffnung feiern. Im Gegenzug gibt es seinen Zirndorfer Stützpunkt beim Bahnhof auf. Wie Geschäftsführer Kai Lerch auf Anfrage der FN erläutert, steht der Umzug im Zeichen einer starken Expansion. Auch das Personal soll aufgestockt werden.

Auf der Hardhöhe-West stünde dem Unternehmen mit 6000 Quadratmetern zweieinhalbmal so viel Fläche zur Verfügung wie jetzt am Zirndorfer Steinweg. Hier war es im September 2003 in die Fußstapfen der über 50 Jahre alten Baustoffhandlung Hösch getreten. Nun hat sich, so Kai Lerch, ein Bauinvestor das Areal an der Rangaubahn gesichert und möchte darauf Wohngebäude errichten.

Sieben Niederlassungen betreibt das Bauzentrum Gebhardt zwischen Miltenberg, Hammelburg und Zirndorf. 2015 wurde ein 2007 eröffneter Münnerstädter Betrieb in den Hammelburger integriert. Auch dabei spielte das Interesse am Wachstum eine Rolle. Die Kundschaft besteht nach den Angaben des Geschäftsführers zum überwiegenden Teil aus Baufirmen.

Tückische Bombentrichter

Die Bauarbeiten auf der Hardhöhe-West gestalteten sich laut Lerch anfangs schwierig. Wegen zahlreicher zugeschütteter Bombentrichter mussten die Fundamente an einigen Stellen tiefer als vorgesehen in den Boden eingelassen werden. Ziel der alliierten Bomber war das Gelände im Zweiten Weltkrieg, weil hier der Industrieflughafen des Rüstungsbetriebs Bachmann von Blumenthal & Co zerstört werden sollte. Aus der "Waggon", wie der Rüstungsbetrieb von Fürthern genannt wurde, kamen Teile für deutsche Jagdflugzeuge. Der städtische Wirtschaftsamtsleiter Stefan Röhrer erläutert, dass für die Neubaugestaltung am westlichen Eingangstor der Stadt besondere Auflagen gemacht wurden: "Wir stellen uns hier etwas Repräsentatives und Hochwertiges vor." Kritik hatte es vor Jahren an der schlichten Kastenform der geplanten Waschstraße gegeben.An ihrer Stelle plant der private Grundstücksbesitzer laut Röhrer nun eine anderweitige gewerbliche Nutzung.

Ebenso verhält es sich nicht weit davon entfernt mit einem Grundstück an der Hafenstraße. Auch hier war eine SB-Autopflegeeinrichtung der Superlative geplant – mit einer 2500 Quadratmeter großen Waschhalle. Im Gegensatz zur Würzburger Straße sind die Bauarbeiten schon in Angriff genommen worden. Dann allerdings haben laut Investor "unvorhersehbare Kostensteigerungen" zum Baustopp geführt. Jetzt werde mit verschiedenen Interessenten über eine alternative Nutzung des 3000 Quadratmeter großen Grundstücks am Main-Donau-Kanal verhandelt.  

Volker Dittmar

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