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Zwei Fürther Schulen nach Bombendrohung evakuiert

„Diffuse“ Botschaften in den Briefkästen von HLG und Ullstein-Realschule - 01.10.2012 18:32 Uhr

Sowohl das Helene-Lange-Gymnasium (Bild) als auch die Ullstein-Realschule wurden gestern von Einsatzkräften der Polizei samt Spürhunden untersucht.

Sowohl das Helene-Lange-Gymnasium (Bild) als auch die Ullstein-Realschule wurden gestern von Einsatzkräften der Polizei samt Spürhunden untersucht. © Winckler


In den Briefkästen beider Schulen waren am Morgen gleichlautende Zettel gefunden worden. Was genau darauf stand, dazu wollten sich weder die Polizei noch Vertreter der Schulen äußern. HLG-Direktor Rainer Erhardt sprach von einer vagen und diffusen Drohung, bei der die Rede von Geld und einer Bombe gewesen sein soll.

Die Polizei sah sich jedenfalls gezwungen, darauf zu reagieren und ließ die Gebäude evakuieren. Bis in den späten Nachmittag untersuchten mehrere Dutzend Einsatzkräfte die Schulhäuser nach einer möglichen Bombe. Auch Hunde, die Sprengstoff erschnüffeln können, kamen zum Einsatz. Am Abend gab es dann Entwarnung. Am Dienstag kann der Unterricht wie geplant gehalten werden.

Die Polizei ermittelt nun gegen Unbekannt wegen „Androhung einer Straftat“, was laut einem Polizeisprecher ebenfalls als Straftat gilt. Anhaltspunkte, wer hinter der Aktion stecken könnte, gibt es bislang nicht. Bereits im April 2011 mussten HLG- und Ullstein-Schüler vorzeitig heimgeschickt werden, weil sich im Internet Gerüchte über einen angeblich am Gymnasium geplanten Amoklauf hochgeschaukelt hatten (wir berichteten).

Rainer Erhardt und die Ullstein-Leiterin Mathilde Eichhammer sagten am Montag gegenüber den FN, die Räumung der Schulen sei „unspektakulär“ beziehungsweise „gesittet und ruhig“ abgelaufen. „In erster Linie ist es wichtig, dass nicht wirklich etwas hinter diesen Zetteln steckt“, betonte Eichhammer, sie verhehlte aber auch nicht ihren Ärger: „Leider leben wir in einer Zeit, in der solche Dinge passieren.“ 

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