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Gegen Aufrüstung und Kriege: Ostermärsche in Franken

Auch Rüstungsexporte und Bundeswehr-Einsätze waren ein Thema - 31.03.2018 18:35 Uhr

In ganz Franken beteiligten sich auch dieses Jahr wieder viele Demonstranten an den traditionellen Ostermärschen. In der Ansbacher Innenstadt kamen am Nachmittag rund 400 Personen zusammen. © Boris-André Meyer


Hunderte Anhänger der Friedensbewegung sind am Karsamstag in mehreren Städten Bayerns zu den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gegangen. Themen waren Rüstungsexporte, die Spannungen zwischen dem Westen und Russland, Auslandseinsätze der Bundeswehr - und speziell der Krieg in Syrien. Redner forderten anstelle einer Erhöhung eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben. Sie verlangten eine Abschaffung von Atomwaffen, von jeher eine zentrale Forderung der Ostermarschierer.

Fränkische Demonstrationen

In Würzburg gingen rund 250 Menschen unter dem Motto "30 Milliarden mehr fürs Militär - Frieden geht anders" auf die Straße. Rund 150 Teilnehmer forderten in Erlangen "Abrüsten statt aufrüsten". Mehr als 100 Demonstranten waren in Augsburg unterwegs. Auch in Aschaffenburg, Miesbach und Traunstein demonstrierten Menschen für Frieden und Abrüstung.

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Contra Aufrüstung, pro Frieden: Der Ostermarsch in Erlangen

Rund 80 Teilnehmer versammelten sich am Samstag auf dem Hugenottenplatz in Erlangen, um am traditionellen Ostermarsch gegen militärische Aufrüstung und Krieg in der Welt zu demonstrieren.


Mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am Ansbacher Ostermarsch 2018. Unter dem Motto "Frieden statt Aufrüstung. Trumps Kriegsbasen schließen!" versammelten sich bereits am Mittag gut 100 Teilnehmer zu einer Kundgebung vor der US-Kaserne Katterbach, wie die Bürgerinitiative "Etz langt's!" bekanntgab.

Nach einer Kundgebung am Martin-Luther-Platz am Nachmittag machten sich die Demonstranten auf zum Ostermarsch in der Innenstadt. Im Verlauf der Demo sollen bis zu 400 Personen teilgenommen haben. Die Veranstalter werteten die hohe Beteiligung der Ansbacher Bevölkerung als "starkes Signal für die zivile Umnutzung der US-Militärbasen in Westmittelfranken".

Leichte Steigerung

Teilweise kamen laut Organisatoren etwas mehr Menschen als in den Vorjahren. Als Grund vermuteten Sprecher die unsichere Weltlage mit der Zuspitzung der Situation in Russland, die Kriege im Nahen Osten und die Rüstungsexporte aus Deutschland.

Die Wurzeln der Ostermärsche im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. In die 1950er Jahren gingen erstmals Pazifisten in England auf die Straße. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. Einen Höhepunkt erreichten die Bewegung in den 1980er Jahren, als insgesamt Hunderttausende gegen den Nato-Doppelbeschluss und eine Stationierung von US-Mittelstrecken-Raketen in Deutschland protestierten. 

dpa, mc

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