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Aussichtsturm auf der Vogelinsel eingeweiht

Beste Aussicht von der 3,60 Meter hohen Plattform - 04.08. 21:26 Uhr

GUNZENHAUSEN   - 90.000 Euro hat sich der Freistaat den neuen Aussichtsturm auf der Vogelinsel im Altmühlsee kosten lassen. Wie Thomas Liepold vom federführenden Wasserwirtschaftsamt Ansbach mitteilt, wird der Turm bis zum Frühjahr mit einer weiteren Aussichtsplattform auf halber Höhe ergänzt, zu der eine Rampe als barrierefreier Zugang führt.


Der neue Aussichtsturm auf der Vogelinsel. Im Frühjahr soll noch eine Zwischenplattform als barrierefreier Zugang gebaut werden.
Der neue Aussichtsturm auf der Vogelinsel. Im Frühjahr soll noch eine Zwischenplattform als barrierefreier Zugang gebaut werden.
Foto: Falk
Der neue Aussichtsturm auf der Vogelinsel. Im Frühjahr soll noch eine Zwischenplattform als barrierefreier Zugang gebaut werden.
Der neue Aussichtsturm auf der Vogelinsel. Im Frühjahr soll noch eine Zwischenplattform als barrierefreier Zugang gebaut werden.
Foto: Falk

Die alte Holzkonstruktion war in die Jahre gekommen, schließlich ist sie schon vor 25 Jahren errichtet worden. Sie war nicht überdacht und daher der Witterung ausgesetzt. Immer wiede waren morsche Teile auzuwechseln und der Unterhaltsaufwand nahm ständig zu. Auch die Vogelbeobachter konnten keinen Schutz vor Regen, Schnee, Wind oder Sonne finden. Zudem gab es keine Sitzgelegenheit. Die 3,60 Meter hohe Plattform mit einer Fläche von vier mal vier Metern hatte für größere Gruppen zu wenig Platz.

 

Die neue Strahlkonstruktion beruht auf einem Entwurf von H. Bogendörfer vom Staatlichen Bauamt Ansbach. Auf den alten Fundamenten erhebt sich die Plattform, die 1,40 Meter höher ist als die alte (jetzt fünf Meter) und deren Zwischenpodest beim Treffenaufgang eine Verschnaaufpause beim Aufstieg sowie ein Ausweichen der Auf- und Absteigenden erlaubt. Das Treppengeländer und die Verkleidung sind aus Holz, die Trittstufen und das Zwischenpodest aus rutschfestem Gitterrost, die fünf mal fünf Meter große Plattform hat einen Lärche-Bohlenbelag. Das Dach besteht aus einer Titanzinkstehfalzdeckung, ein Randstreifen blieb offen, um auch die Beobachtung der Vögel in der Luft zu ermöglichen.

Wie Thomas Liepold, der ständige Vertreter des WWA in der Betriebsleitung Altmühl in Schlungenhof, mitteilt, werden an den Seitenflächen des aufgangs noch vier Infotafeln angebracht. Die Schwierigkeiten beim Bau waren vielseitig, denn es gab keine Zufahrt für Baufahrzeuge, die Arbeiten mussten während der Brutzeit erfolgen und somit war die Errichtung einer Baustraße durch das Naturschutzgebiet ausgeschlossen. Der Abtransport des alten Turm und die Anfahrt der neuen Teile musste ausschließlich über den nur zwei Meter breiten Zugangssteg zur Vogelinsel erfolgen.

Ein Autokran konnte ebensowenig eingesetzt werden. Offiziell übergeben hat den Turm Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem Besuch am Dienstag im Fränkischen Seenland. Zusammen mit Umweltminister Dr. Markus Söder ließ er sich von LBV-Mitarbeitern der Umweltstation Muhr am See über das Naturschutzgebiet Vogelinsel informieren. 



Werner Falk

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