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Donnerstag, 20.09.2018

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Ausstellerrekord in Absberg

Seenlandmarkt erwies sich erneut als großer Besuchermagnet - 04.06.2018 06:08 Uhr

Immer ein Hingucker sind die Kunstwerke aus rostigem Eisen, die mittlerweile viele Gärten verzieren. © Jürgen Leykamm


Über 200 potentielle Teilnehmer hatten sich diesmal als Aussteller beworben, 131 waren am Wochenende dann tatsächlich mit von der Partie. "So viel wie nie zuvor", zeigte sich der gastgebende Bürgermeister Helmut Schmaußer bei der Eröffnung des Markts erfreut. Dessen Standort sowie Attraktionen wie die WakeBoard-Anlage hätten wohl mit dazu beigetragen, dass sich der Kleine Brombachsee beim Seen-Voting auf der Internetplattform www.Seen.de diesmal den Spitzenplatz sichern konnte.

Premiere mit 50 Ständen

Für das gesamte Fränkische Seenland sei 2017 ein touristisches Rekordjahr gewesen, heuer zeichne sich sogar noch eine weitere Steigerung ab. Derweil gewinne es gerade durch Veranstaltungen wie den Seenlandmarkt weiter an Profil. Die kulturelle Identität sowie die Attraktivität würden so gesteigert, meinte Schmaußer. Ähnlich sah dies Landrat Gerhard Wägemann, Vorsitzender des Tourismusverbands Fränkisches Seenland und des Zweckverbands Brombachsee (ZVB).

Er erinnerte an die Anfänge 2011, als der Markt seine Premiere feierte, damals mit lediglich 50 Ständen und Buden. Seitdem habe er eine enorme Entwicklung durchlaufen und führe heute auf einer überschaubaren Fläche ein beachtliches Spektrum an Angeboten vor Augen, die zum größten Teil der Region entstammten.

Mit dem Anwachsen sei es auch immer wichtiger geworden, das Marktgeschehen besser zu strukturieren, betonte Miriam Zöllich, die beim ZVB für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, beim anschließenden Rundgang. So waren diesmal die Direktvermarkter und Lebensmittelanbieter in einem Genussmarkt im Eingangsbereich gebündelt.

Zahlreiche Vorführungen – wie die hier von Drechsler Gerhard Winter aus Oberhochstatt – bereicherten das Marktgeschehen. Die großen und kleinen Besucher nutzten die Gelegenheit gerne, den Handwerkern einmal bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. © Jürgen Leykamm


Um den Spielbereich gruppierten sich die Mitmachstationen und Stände mit Kinderkleidung sowie weiterer Produkte für den Nachwuchs. Einige Aussteller fanden sich das erste Mal auf der Badehalbinsel ein: Der mittelfränkische Fischereiverband präsentierte sein Riesenaquarium, Kinderdirndl zogen die Blicke auf sich, handbemalte Leinen-Sneaker mit Wunschmotiv erwiesen sich ebenso als Hingucker. Und auch Lokalmatador Tobias Wagner mit seinem von ihm entwickelten Nasenhaartrimmer durfte sich regen Interesses an seinem Stand erfreuen. Ein Gerät, das "ohne Batterie und ohne App" funktioniert, so der Erfinder beim Rundgang der Ehrengäste.

Bevor sie diesen antraten, gab es im Festzelt aber bei der von der Absberger Stubenmusik umrahmten Eröffnung noch den großen Triumph des Kleinen Brombachsees zu feiern. Für die Pokalübergabe waren eigens die Initiatoren von www.Seen.de aus Bonn angereist: Sven Krentz und Peter Scharpfenecker, geschäftsführende Gesellschafter des Bonner Unternehmens more virtual agency, welches das Portal betreibt.

Mit dem nun prämierten Gewässer holte sich bei der wassertouristischen Beliebtheitsumfrage erstmals ein Vertreter aus dem Fränkischen Seenland den prestigeträchtigen Titel. Über 2000 Konkurrenten hat der Gewinner hinter sich gelassen, über 97 000 See-Fans hatten sich an der Abstimmung beteiligt.

Titelverteidigung ist das Ziel

Freude über den Pokal für den beliebtesten See: Kirschenkönigin Julia Müller, Bierkönigin Sarah Zimmerer, die beiden Seen.de-Chefs Sven Krentz und Peter Scharpfenecker sowie Landrat Gerhard Wägemann und Absbergs Bürgermeister Helmut Schmaußer. © Jürgen Leykamm


Die gibt es übrigens schon genauso lange, wie es den Seenlandmarkt gibt. 2011 fiel der Startschuss, damals gewann der Tegernsee, seither wechselten die Gewinner jährlich. 2013 hieß er Scharmützelsee (Brandenburg), ihn verwies der Kleine Brombachsee 2017 auf Platz zwei, dritter wurde der Bodensee. Eine Titelverteidigung ist bislang noch niemandem gelungen. Dass sich dies ändert, "dafür werden wir das Unsere tun", betonte Gerhard Wägemann, der die Gelegenheit nutzte, die freie Zugänglichkeit der Gewässer im Seenland als Argument ins Feld zu führen.

Der aktuelle Sieger sei zwar durchaus eine Überraschung gewesen, so Sven Krentz, andererseits aber auch nicht, weil der prämierte See verschiedene Zielgruppen gekonnt anspreche. Im Juli beginnt das neue große Seen.de-Voting, über den persönlichen Lieblingssee abgestimmt werden kann dann bis Ende August. 

JÜRGEN LEYKAMM E-Mail

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