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Bundestagswahl

Bundestagswahl: Grüne setzen in Gunzenhausen auf Sirois

Öko-Partei nominiert ihren Kandidaten für die Bundestagswahl - 11.10.2016 11:34 Uhr

Einstimmig wurde Herbert Sirois zum Direktkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zur kommenden Bundestagswahl im Wahlkreis Ansbach/ Weißenburg-Gunzenhausen nominiert. © Barbara Struller


Indes, der Dozent für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Erlangen war der einzige Bewerber auf diesen Posten. In seiner Nominierungsrede nannte er den Aspekt der Nachhaltigkeit, das Thema der Bürgerbeteiligung und die Außen- und Sicherheitspolitik als die zentralen Punkte, die ihn umtreiben. „Wir können nicht permanentes Wachstum voraussetzen als Bedingung für Entwicklung“, sagte Sirois. Nachhaltigkeit müsse deshalb „Grundlage einer jeden politischen Entscheidung sein“.

Daneben liegt ihm besonders die Bürgerbeteiligung am Herzen, die für ihn nicht mit einer Volksbefragung gleichzusetzen ist, denn „die ist zu einfach, zu grob“ und nicht für komplexe Sachverhalte geeignet. Anstatt Projektentscheidungen auszulagern und sogenannte „Expertenmeinungen“ einzuholen, die oftmals nur das „Resultat von Lobbyarbeit sind“, müssten die Menschen „frühzeitig und maßgeblich“ auf allen Planungsebenen beteiligt werden. Sirois denkt hier etwa an die Diskussion zum Schutz des Wörnitztals vor der Zerstörung durch das „InterFranken-Projekt“.

Sicherheits- und Außenpolitik sind für den studierten Historiker untrennbar miteinander verknüpft. Wir haben eine „Weltsituation, die aus den Fugen zu geraten scheint“, wobei die „europäische und deutsche Politik ohne Lösung“ sind, so Sirois. Zudem könnten „wir uns nicht mehr auf die Amerikaner und die Russen verlassen“, die mit ihren eigenen Demokratiedefiziten kämpften. In der Flüchtlingskrise sei man ohne Konzept und das Europa, in das er sehr viel Hoffnung gesetzt habe, drohe zu zerbrechen.

Mechanismen und Institutionen wie die NATO oder der UN-Sicherheitsrat griffen nicht mehr oder erweckten allerhöchstens den Schein von Sicherheit. Europa müsse wieder mit einer Stimme sprechen, hob der Vater zweier Söhne hervor, man brauche von der NATO „losgelöste, unabhängige europäische Strukturen“. Die kommende Bundestagswahl wird entscheidend für die Zukunft Deutschlands und mit Unterstützung seiner Partei will sich Sirois in Berlin für „Demokratie, Toleranz, Frieden und die europäischen Ideale“ starkmachen.


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