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Marie und Walburga Gentner vom gleichnamigen Brauereigasthof öffneten am vergangenen Samstag zum zweiten Mal das aufwendig restaurierte Sudhaus für eine Kunstausstellung. Maria Gentner („Ich finde es bereichernd, wenn Menschen ihre Gedanken erfolgreich umsetzen“) bediente sich das französischen Philosophen Victor Hugo: „Nichts ist allmächtiger als die Idee zur richtigen Zeit.“ Der Vorzug für die Kunstfreunde: sie können sich inspirieren lassen von den Gedanken und Werken der Menschen, die mit Pinsel und Farbe Einmaliges schaffen, sie können danach abschweifen in die Kunst der Kulinarik, wie sie Oliver Marschall meisterhaft beherrscht.
Christa Schrade, die auf einem Bauernhof bei Freistadt in der Oberpfalz lebt, bedient sich auch der Farbe, aber nicht nur. Sie ist Kunstweberin, verarbeitet Wolle und Seide zu Tapisserien. Die Naturfarben macht sie selbst, beispielsweise aus Tagetesblüten. Was daraus entsteht, das sind beachtenwerte Zyklen wie die vier Jahreszeiten. Ihre Werke sind in den nächsten Wochen nicht nur im Sudhaus, sondern auch im Restaurant zu sehen.
Auf ihren Reise durch Afrika und den Orient hat die Nürnbergerin Hanne Völkel für sich etwas Neues kennen gelernt: die Schriftzeichen. Diese setzt sie in Verbindung mit Landschaften und macht daraus reizvolle und farbenprächtige Kunstwerke. Im Archäologischen Museum Damaskus hat Völkel das erste Alphabet der Welt (von 1350 v.Chr.) gesehen und war fasziniert. Die Zeichen hat sie nicht im Original übernommen, sondern sie als typografische Elemente umgewandelt. Sie liebt die Komposition von Farben und Formen und so ist das Ergebnis eine moderne Kunst, die schon auf vielen Kunstausstellungen in der Region zu sehen war, auch im Stadtmuseum Gunzenhausen, wo sie auf Einladung des Kunstforums Fränkisches Seenland ausgestellt hat.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.