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Montag, 24.09.2018

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Das Abenteuer Schule kann beginnen

Abc-Schützen in Gunzenhausen und Merkendorf begrüßt - 12.09.2018 06:04 Uhr

Franziska und Jasmin werfen in ihrem Klassenzimmer in der Grundschule Süd schon mal einen Blick ins Federmäppchen. © Tina Ellinger


Für eine lockere Atmosphäre sorgten die Flötenkinder um Conni Lutz und ein lautstarker Chor aus den Jungen und Mädchen der höheren Klassen, die die "Neuen" herzlich willkommen hießen. Bei so viel Trubel ist klar, dass etwas Besonderes in der Luft hängen muss: "Heute fängt etwas Neues an", machte Rektorin Ingrid Pappler denn auch in ihrer Begrüßung deutlich und nahm sowohl den Eltern als auch den Kindern mit dem Versprechen "Wir helfen einfach alle zusammen, dann klappt das" gleich ein bisschen Nervosität vor diesem ersten Schultag. Diesen durften auch die kleinen Hasen in dem Kinderbuch "Die Häschenschule" erleben, das sie den Schülern mitgebracht hatte. Zudem verriet die Schulleiterin den Kindern vier Zauberwörter, "Bitte", "Danke", "Grüß Gott" und "Auf Wiedersehen", die ihnen das Miteinander nicht nur an der Schule erleichtern werden.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ging ebenfalls auf das Besondere dieses ersten Schultags ein und animierte die Kleinen, stets fleißig zu lernen und außerdem gut auf ihre Freunde achtzugeben. An die Eltern appellierte er, die Kinder zu unterstützen und zu begleiten, aber nicht zu überfordern, und bat sie, Vertrauen in die Lehrkräfte zu haben.

An ihren aufregenden ersten Schultag in der Grundschule Süd werden sich Elise und Katja sicherlich noch lange erinnern. © Tina Ellinger


"Der erste Schultag ist der Eintritt in die Schulfamilie, in der viele zusammenwirken." Und es ist ein Tag, den der Rathauschef den Jungen und Mädchen im Namen der Stadt Gunzenhausen mit einem Lebkuchenherz und einer Eintrittskarte ins frisch renovierte Hallenbad Juramare versüßt. Stellvertretend sprach Fitz auch für die Sparkasse die besten Wünsche zur Einschulung aus. Vonseiten der Bank erhielt jeder Erstklässler ein Sicherheitsset.

"Jeder Einzelne von euch ist ein wichtiges und wertvolles Goldstück für Gott", gaben Pfarrer Thomas Schwab und Gemeindereferent Martin Kellberger den Abc-Schützen mit auf den Weg. Sie versicherten den Schülern auf anschauliche Weise, dass sie sich in Gottes Liebe geborgen fühlen können.

Gelassenheit angeraten

Dann war sie auch schon gekommen: die erste Pause im Abenteuer Schule, das übrigens gestern auch für 67 Erstklässler an der Stephani-Grundschule begonnen hat. Sie wurden von Rektorin Alrun Schwarz, Schülern und Lehrern feierlich in ihrem neuen Lebensabschnitt begrüßt. Bayernweit feierten rund 115 400 Jungen und Mädchen ihren ersten Schultag.

Davon besuchen nun 32 Erstklässler die Grundschule Merkendorf. Dort stürmten die Kinder alle aufgeregt mit ihren bunten Schultüten mit Einhorn- oder Drachenmotiv für ihren großen Tag in die Aula. Zunächst gab Bürgermeister Hans Popp den Kindern mit, dass sie ihre Grundschulzeit genießen sollen und appellierte an die Eltern, die ganze Sache mit Gelassenheit anzugehen. "Genießen, ganz ruhig bleiben", lautete sein Ratschlag.

Diesem Abc-Schützen vor dem Merkendorfer Schulhaus ist die Freude ins Gesicht geschrieben. © Sophia Raab


"Euch erwartet jetzt ganz, ganz viel Neues", entgegnete Rektorin Anne Hirsch. "Ich als Mama war genauso aufgeregt", meinte sie an die Adresse der Eltern gerichtet, denen die Aufregung ins Gesicht geschrieben war. Doch die Nervosität verschwand bald, da die Rektorin, die gleichzeitig Klassleiterin der 1 a ist, mit einem Lachen zugab: "Mir geht’s genauso wie euch." Denn auch die Schulleiterin trat gestern ihren ersten Schultag an der Grundschule in Merkendorf an.

"Es ist heute wie Geburtstag", wandte sich Hirsch an die Kinder, beim Anblick der großen, voll befüllten Schultüten. Durch Zusammenarbeit sollen die Kinder nun in den folgenden Tagen das "Geschenk des Wissens" erhalten. , berichtete Hirsch mit Vorfreude.

"Hey, Ho, Hujaja, Schule ist für alle da", stimmten die Viertklässler der Grundschule ein Begrüßungslied mit Klatschen und Choreografie an. Nach der Einteilung in die 1 a und die 1 b bahnten sich die Abc-Schützen ihren Weg nach oben in die geschmückten Klassenzimmer.

Neben der Rektorin, welche sich von der offenen Art der Eltern beeindruckt zeigte, schwärmten auch dieMütter und Väter begeistert von den kleinen Klassen und der familiären Atmosphäre, welche die Grundschule bietet. "Man fühlt sich gut aufgehoben hier", erzählte eine Mutter.

Nach der Kirche durften die Merkendorfer Erstklässler Luftballons in den Himmel steigen lassen. © Sophia Raab


Im anschließenden Gottesdienst ging auch Pfarrer Detlef Meyer auf die tollen bunten Schultüten der Kinder ein und forderte sie dazu auf, diese einmal hochzuheben. Stolz zeigten die Kinder ihre Kunstwerke und stimmten in die ersten Lieder mit ein. "Endlich kein Kindergartenkind mehr", fing Pfarrer Meyer seine Bildergeschichte an und zauberte Vorfreude auf die kommende Zeit in die Gesichter der Merkendorfer Erstklässler.

Zum Schluss bekam jedes Kind einen Segen mit auf den Weg und ließ nach der ganzen Aufregung des Tages draußen vor der Kirche einen Luftballon fliegen. 

Tina Ellinger/Sophia Raab E-Mail

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