Sonntag, 18.11.2018

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Das Ende einer Gunzenhausener Ära

Nach der Übernahme durch die Bosch-Gruppe ist jetzt auch der Schriftzug "Loos" verschwunden - 07.07.2011 07:00 Uhr

Jetzt ist die Veränderung für alle sichtbar: das Bosch-Logo prangt an den Fabrikhallen. © Werner Falk


Das Familienunternehmen, das im August 2009 an die Bosch-Gruppe verkauft wurde, ist seither das Kompetenzzentrum von Bosch Thermotechnik für Groß- und Industriekessel. Die rechtliche Umfirmierung in Bosch Industriekessel GmbH ist zum 1. April vorgenommen worden.

Jetzt ist die Namensänderung auch für jedermann erkenntlich. In großen Lettern erscheint "Bosch" an den Hallen, der Name „Loos“ taucht nicht mehr auf. Er wird nur noch als Markenname geführt, und zwar auch nur noch bis Jahresende 2011. Dann steht auch auf den Produkten nur noch Buderus in Europa und Bosch außerhalb Europas.

Abschied von einem sehr prägenden Namen

Für Gunzenhausen bedeutet diese Zäsur den Abschied von einem Namen, der für die Stadt weltweit ein Werbeträger war. Die Familie Loos war im gesellschaftlichen und politischen Leben engagiert: Senior Carlo Loos und Sohn Jochen gehörten für die FDP dem Kreistag an, Rolf Loos war für die CSU im Stadtrat.

Die eigentliche Gründung des Unternehmens durch Philipp Loos geht auf das Jahr 1865 in Neustadt an der Weinstraße zurück. 1879 wechselte er nach Offenbau am Main. In Gunzenhausen errichtete das Unternehmen 1917 das Werk, das über viele Jahrzehnte der einzige große gewerbliche Arbeitgeber in der Stadt und dem Umland war. 

Werner Falk

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