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BBV-Kreisobmann Ernst Kettemann stellte bei dieser Gelegenheit die derzeitige Situation von Landwirten im Landkreis Ansbach dar. Erörtert wurden aktuelle Entwicklungen der Agrarpolitik ebenso wie allgemeine Entwicklungen im ländlichen Raum. Ein weiterer Schwerpunkt war das tägliche Leben und Arbeiten von Landwirten und ihren Familien. Dabei ging es um das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen auf den Höfen und um das Miteinander in den Dörfern. Die BBV-Fachleute, darunter die Kreis- und Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer, informierten in einer offenen Atmosphäre über Preisentwicklungen und die Ausrichtung der Betriebe im Landkreis Ansbach.
Landwirte werden anteilsmäßig in den Dörfern immer weniger, was Auswirkungen auf das Gemeindeleben hat, wurde in den Gesprächen deutlich. So haben sich etwa Zeiten von Elternsprechtagen ebenso geändert wie das Verständnis für das Leben und Arbeiten auf den Höfen. Die Abläufe auf einem landwirtschaftlichen Betrieb sind oft nicht mehr präsent. Der BBV engagiert sich daher sehr, ein realitätsnahes Bild der Landwirtschaft zu vermitteln, machten die BBV-Vertreter deutlich. Man wolle aufklären, welche Leistungen die Landwirte auf ihren Höfen erbringen, um damit auch die Wertschätzung für heimisch erzeugte Lebensmittel zu erhöhen.
Pfarrer Christoph Seyler, Geschäftsführer Wolfgang Wagner und Agrarreferent Werner Hajek stellten viele Fragen und freuten sich, dass zwei landwirtschaftliche Betriebe für das Gespräch ihre Türen geöffnet hatten. So stellte Stefan Krauter, unterstützt durch seine Eltern, den Milchviehbetrieb in Dambach (Gemeinde Ehingen) vor. Die Ställe mit einem modernen Melkroboter konnten dabei ebenso besichtigt werden wie zwei am Abend zuvor geborene Kälbchen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es zu dem Betrieb Steinacker in Lentersheim (ebenfalls Gemeinde Ehingen). Friedrich Steinacker und seine Frau Heike führen einen Vollerwerbsbetrieb mit Ferkelerzeugung und Mastschweinehaltung. Auch hier konnten die Ställe besichtigt werden. Wie beim Betrieb Krauter wurden die grundlegenden Produktionszahlen genannt und die Entwicklung des Betriebs aufgezeigt. Thema waren auch zukünftige Änderungen, die etwa aufgrund neuer Richtlinien im Bereich der Schweinezucht zu erwarten sind.
Die Verantwortlichen des EBZ zeigten sich erfreut über die hohe Wertschätzung, die durch das abwechslungsreich gestaltete Programm und die vielen Gesprächspartner vom BBV signalisiert wurde. Außer Kreisobmann Ernst Kettemann, der Kreisbäuerin Christine Reitelshöfer und den Betriebsleiterfamilien nahmen auch die stellvertretenden Kreisobmänner Reinhold Meyer, Richard Edelmann und Karlheinz Brand, die stellvertretende Kreisbäuerin Doris Schienagel sowie Karl Fickel als Leiter der BBV-Außenstelle Wassertrüdingen und BBV-Geschäftsführer Rainer Weiß (der das Programm organisiert hatte) an den Betriebsbesichtigungen teil. So konnte besonders Pfarrer Seyler viele seiner zukünftigen Gesprächspartner in einem kleineren Kreis kennenlernen.
Das Evangelische Bildungszentrum Hesselberg sei an einem regen, konstruktiven Gedankenaustausch mit dem BBV sehr interessiert, unterstrich Seyler. Er wies seinerseits auf Angebote der Einrichtung hin – wie etwa eine Studienreise nach Israel, in der besonders auf landwirtschaftliche Themen eingegangen wird. Und natürlich sei auch der kommende Studientag am 23. Februar mit dem Titel „Mehr Lebensmittel aus der Region – gut für Genuss und Gesundheit" eine schöne Gelegenheit, sich wiederzusehen.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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