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„Das fängt ja richtig gut an“: Eine der ersten Reiterinnen, die sich am Treffpunkt einfinden, ist sichtlich begeistert. Grund hierfür ist der sogenannte „Bügeltrunk“, den Joachim Este, Vorsitzender des Heimatvereins Spalter Land, serviert. Der Verein organisiert seit jeher den Ritt gemeinsam mit der Stadt.
Auch heuer kommen die Teilnehmer wieder aus der näheren und ferneren Umgebung, Estel erhielt im Vorfeld Anfragen selbst aus Nürnberg und Eichstätt. Da ist beispielsweise das Damenquartett aus Abenberg mit Hjördis Herbst und ihrem Friesenhengst an der Spitze. Die nächsten Teilnehmerinnen, die angetrabt kommen, sind von der „Pineapple Ranch“ aus Aurau. Das namensgebende American Quarterhorse „Little Pineapple“ und sein Anhang haben ganz offensichtlich. Mit Cowboyhüten auf dem Pferdeschädel und Weihnachtsglöckchen am Hals kann nichts mehr schief gehen.
Das hofft auch Andrea Zellner aus Abenberg, die auf ihrem Arabermix sitzend per Mobiltelefon schnell noch der reitenden Freundin den Weg nach Spalt weist. Die Abschwitzdecke in pink hat Zellner eigens für den Stephansritt gekauft. Die Frauenquote an der Veranstaltung ist enorm hoch. Doch es gibt auch männlichen Nachwuchs. Jonas Hofmann ist sieben Jahre alt und heuer erstmals mit Pferd „Bienchen“ dabei, Tante Michaela Näpflein passt auf, dass nichts passiert.
Alles in allem ist es eine illustre Schar von Reitern und Kutschen, die sich unter der Leitung von Josef Bauer auf nach Wasserzell machen. Standartenträger Stefan Hofmann folgt dahinter – zum ersten Mal auf dem dreijährigen Noritzer-Hengst namens „Rubin“. Hofmanns Ehefrau Christine und Markus Kunstmann machen das Führungsquartett komplett.
Großen Einsatz beweist das Ehepaar Güllich aus Heilsbronn. Sie haben zwei Fjord-Pferde mit dabei: Das eine ist mit eineinhalb Jahren zu jung, um geritten zu werden, sein Onkel mit 26 Jahren zu alt dazu. So laufen Pferde und Halter einträchtig nebeneinander dem Ziel entgegen.
In Wasserzell werden Mensch und Tier vom Fünfbronner Posaunenchor empfangen. Dreimal umrundet der Tross die dortige Kirche. Erstmals segnet hier Pfarrer Josef Mederer Rosse und Reiter segnen. Nun heißt es noch, sich die Teilnehmerplakette abholen. Dann nehmen Reiter und Kutscheninsassen im Gotteshaus Platz, wo Mederer an den Namenspatron der Veranstaltung, den Heiligen Stephanus erinnert.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.