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Etliche Klassiker bei Oldtimer-Schau in Meinheim

Weitgereiste Schnauferl zu sehen - Vom Katzenbuckel-Cabrio bis zum Lanz - 16.06.2017 17:30 Uhr

Auch ein Ferguson FE 35, genannt „Goldbauch“, war in Meinheim neben vielen weiteren betagten Fahrzeugen zu bewundern.


Wie etwa ein Balkenmähwerk aus der Nachkriegszeit, das damals gleichsam den Einstieg ins Agrarmaschinenzeitalter bedeutete. "Davor griff man zur Sense", erklärt Thomas Schmidt den Besuchern. Der Rother Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) war bis aus Kraftsbuch bei Greding angereist, um sich die schmucken "Oldies" anzuschauen. Noch heute aber würden solche Mähwerke eingesetzt, etwa bei der Landschaftspflege.

Traktoren selbst gab es freilich schon früher, zum Beispiel den berühmten "Lanz Bulldog". Ein Exemplar aus dem Jahre 1939 erwies sich in Meinheim als ein echter Hingucker. Es ist seit jener Zeit im Besitz einer Brauereifamilie, die das Gefährt seinerzeit auch zum Bierausfahren nutzte. Einen Lanz von 1941 nennt Johann Dommel aus Seitersdorf sein eigen, in Meinheim ist mit einem aus dem Jahr 1952 vertreten. Gerne bringt Dommel die Maschine mittels Heizlampe zum Laufen und lässt es ordentlich knattern – Musik in den Ohren der Oldtimerfans. 2008 hat sich Dommel das Liebhaberstück zugelegt, das satte 45 Kilometer pro Stunde fährt – und damit mehr als doppelt so schnell ist wie im Original; ein paar neue Zahnräder an den richtigen Stellen machen es möglich.

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Luisa aus Aha steuert mit ihren gerade einmal fünf Jahren auf einen Porsche Allgaier zu, der fast 14 Mal so alt ist: Er stammt aus dem Jahr 1948 und gehört Friedrich Beil aus Seitersdorf. Beil hat ihn 2013 erstanden und restauriert.

Fritz Held aus Hörlbach weilte mit seinem Hanomag, Baujahr 1959, vor vier Jahren schon am Gardasee, angereist in drei Tagesetappen. Und auch ein Ferguson FE 35, genannt "Goldbauch", weiß die Blicke der Besucher auf sich zu ziehen. Hermann Schirmer aus Heidenheim ist stolzer Besitzer eines Pflugs mit hydraulischem Kipperanschluss von 1962. "Fendt war damals Vorreiter", erklärt er. So hoch hat er das Teil nicht immer geschätzt, sein Exemplar verkaufte er einst einem Schrotthändler, bereute es wenig später – und kaufte sich im Internet ein baugleiches Gerät.

Etliche Fahrzeuge steuert der Meinheimer Karl Wolf zur Schau bei, unter anderem einen Allgaier aus dem Jahr 1951. "Den muss man noch andrehen", weiß der 14-jährige Enke Michael. Sein Opa ist unter anderem stolz auf einen "Katzenbuckel", ein Spitzname, der für verschiedene Automobile herhalten muss, in diesem Fall für einen Mercedes Benz 170 V. Und das, obwohl der "Buckel" eigentlich weg ist: Wolf hat das Dach einfach abgeschnitten und ein Cabrio aus dem Gefährt gemacht.

Auch motorisierte Zweiräder vergangener Jahrzehnte sind bei der Ausstellung zu bestaunen: ein Zündapp-Roller genauso wie eine BMW R25/2 aus dem Jahre 1954.

Neben den Oldtimern präsentieren sich in Meinheim auch moderne Maschinen. Und Betriebe mit zukunftsweisendem Konzept. Wie der Berghof aus Oberweiler, der als Erlebnisbauernhof punktet. Sogar freilaufende Hühner bereichern die Schau – sie sind mit dem Hühnermobil des Betriebs "Altmühltaler Wiesenei" aus Dittenheim angereist. 

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