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„Wir wollen mit unseren möglichen Investoren planen“. Das sagt Bürgermeister Hans Popp und ermöglicht den Interessenten, die im zu erweiternden Energiepark bauen wollen, eine frühzeitige Mitsprache. Die Grundstücke können so auf deren Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Der Rathauschef ist vorsichtig optimistisch, dass sich weitere Firmen aus Industrie und Logistik in Merkendorf niederlassen werden. Zwar gibt es im rechtsgültigen, etwa acht Hektar großen Gewerbegebiet (Energiepark) noch eine freie Fläche von 1,3 Hektar. Die aber liegt ziemlich nah an der B 13 und ist für Einzelhandelsprojekte besser geeignet als für Industrieprojekte.
Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung eine dreiteilige Änderung des Bebauungsplans vorgenommen. Damit soll der Bau eines neuen Bürogebäudes für „agriKomp“ und die Anlage einer zweiten Zufahrt für die Grundstücke Solarpark Kraus/Payom (von der Neuseser Straße aus) ermöglicht werden.
Die Erweiterungsfläche ist 5,6 Hektar groß, 4,4 Hektar entfallen auf die Gewerbeansiedlung, 3,3 Hektar auf Straßen und Grünflächen. Im nächsten Jahr soll in Großbreitenbronn das Projekt „Feuerwehrhaus und Kulturscheune“ realisiert werden.Beide Einrichtungen stellen eine Gebäudeeinheit dar. Quasi ein Scharnier zwischen den unterschiedlichen Nutzungen stellt der Sanitärtrakt dar.
Wie Bürgermeister Hans Popp dem Stadtrat mitteilte, kommt das Projekt auf 445000 Euro. 184000 Euro entfallen auf das Feuerwehrhaus, 104000 Euro sind für die Kulturscheune veranschlagt und 157000 Euro kostet der Sozialtrakt, der sich als Flachdachkonstruktion zwischen die beiden Pultdächer schiebt.
Das Amt für Ländliche Entwicklung ist in die Planung involviert und hat auch schon Förderungen von 93000 Euro (Feuerwehrhaus) und 60000 (Kulturscheune) in Aussicht gestellt. Nach der jetzt vorliegenden Finanzierung zahlt die Stadt rund 200000 Euro, 38000 Euro sind aus dem Verkauf der alten Bullenhaltung zu erzielen und 60000 Euro sind als Eigenleistung der Großbreitenbronner anzusetzen. Popp sieht das Projekt am Dorfanger als eine großartige Aufwertung des dörflichen Ensembles.
Nach dem Willen des Stadtrats sollen die alten Straßenleuchten nach und nach durch energieeffizientere LED-Leuchten ausgetauscht werden. Dabei hat Popp in der letzten Stadtratssitzung eines klargestellt: Es ergibt sich nicht unbedingt ein Stromeinspareffekt, wohl aber eine höhere Beleuchtungsqualität. Früher sind die Leuchten nämlich in zu großen Abständen aufgestellt worden, sodass sich „schwarze Löcher“ ergeben haben. Um dieses Übel abzustellen, werden jetzt 25 Prozent mehr Leuchten aufgestellt. Weil aber der Stadtrat keinen „Mischmasch“ von Leuchten haben will, sollen sie vereinheitlicht werden. Deswegen werden nicht alle alten Peitschenleuchten weggeworfen, sondern entlang des Radwegs nach Triesdorf und im Dürnhofer Umgriff platziert.
Der Austausch geschieht in einem abgestuften zeitlichen Verfahren. 130 sind vor rund fünf Jahren schon ausgetauscht worden, in den meisten Ortsteilen ist das im Zuge der Dorferneuerung erfolgt. Jetzt sollen im nächsten Jahr in vier Bereichen 105 Leuchten mit Kosten von 178000 Euro ausgetauscht werden. „Wir erhalten das Material um 25 bis 30 Prozent billiger, weil wir Pilotanwender sind“, sagt der Rathauschef. Derzeit werden 40 im Zuge der Wartungsarbeiten umgerüstet, die aus den siebziger und achtziger Jahren stammen. Das Einzelstück kostet 109 Euro. Nach sieben Jahren sollen sie sich amortisiert haben.
In Sachen Stadtsanierung tritt Merkendorf nach Mitteilung von Popp im nächsten Jahr auf der Stelle, das heißt, es wird nur ein Projekt (südliche Schulstraße, Kosten 30000 Euro) bei der Regierung zur Förderung angemeldet. „Wir wollen zunächst unsere alten Maßnahmen abfinanzieren, es geht um Konsolidierung“, sagt der Rathauschef. Die Stadt habe in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen vorfinanziert und erhalte dafür heuer und im nächsten Jahr erst die staatlichen Zuwendungen.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.