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Nach der Ankunft im Hauptbahnhof hatten es die Schüler nicht weit bis zum Jugendgästehaus der Berliner Stadtmission, wo sie gemeinsam mit ihren Lehrern Michaela Funk und Peter Schnell Quartier bezogen. Am Ankunftsabend ging es gleich zu einer nächtlichen Bootsfahrt auf die Spree, denn Berlin stand ganz im Zeichen des „Festival of Lights“, und die mittelfränkischen Schüler bestaunten die von verschiedenen Lichtkünstlern in bunten Farben illuminierten Sehenswürdigkeiten Berlins.
„Konsum, Rausch und Abgründe“ war anderntags eine Führung durch Berlin überschrieben. Das Spannungsfeld zwischen den vornehmen Kaufhäusern und Modegeschäften sowie den Abgründen aus Drogen, Armut und Prostitution wurde dabei eindrucksvoll erläutert. Sehr abwechslungsreich und interessant gestaltete sich auch die Führung im „DDR-Museum“. Dort konnte die Klasse hautnah erfahren, wie es war, in einer Zelle der Stasi eingesperrt zu sein. Aber auch Probesitzen in einem Trabi war erlaubt. Ein Besuch des Alexanderplatzes wie auch der Hackeschen Höfe rundete den ersten Tag ab.
Sehr betroffen machte die Schülerinnen und Schüler der Besuch der Gedenkstätte „KZ Sachsenhausen“, wo ihnen bei einer Führung der unmenschliche Alltag der Lagerinsassen vermittelt wurde. Der Historiker der Gedenkstätte beantwortete die Vielzahl von Fragen geduldig und mit vielen Anekdoten anreichernd.
Kontrastprogramm gab es dann am Abend mit dem Besuch der Show „Yma – zu schön um wahr zu sein“ im Friedrichstadtpalast, was für viele Schüler der Höhepunkt war.
Das politische Berlin stand am nächsten Vormittag im Mittelpunkt. Vorbei am Bundeskanzleramt erreichte die Gruppe das Reichstagsgebäude. Nach strengen Kontrollen gelangte die Klasse in den Bundestag. Geführt von Audio-Guides, wurde die Glaskuppel besichtigt. Unweit des Reichstags war das Brandenburger Tor die nächste Station, bevor es zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas ging. Entspannung pur war nachmittags der Besuch von „Madame Tussauds“ Wachsfigurenkabinett. Dort konnte sich jeder Schüler mit seinem Idol fotografieren lassen. Der Tag endete mit einer Shoppingtour auf dem Ku’damm, wo so manches Souvenir erstanden wurde, bevor es am nächsten Tag mit dem ICE zurück in die fränkische Heimat ging.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.