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Im September haben die Sanierungsarbeiten begonnen, die nach den Vorgaben des Bauamts vorgenommen werden. Bis Ostern 2012 soll der erste Bauabschnitt (er ist mit 1,2 Millionen Euro zugleich der größte) abgeschlossen sein. Dann kommt im nächsten Jahr der zweite Abschnitt an die Reihe. Bis Dezember 2012 werden Teile des Kirchenschiff-Gebälks über der Vierung ausgebessert. Nach dem Zeitplan folgen später die Türme (2013) und der Chor (2014).
Gestern war auch Referatsleiter Dr. Markus Weis vom Landesamt für Denkmalpflege auf der Baustelle. Er und Kreisbaumeister Wolfgang Kissling erörterten mit Baudirektor Jürgen König und seinen Mitarbeitern Thomas Renninger und Aynsley Röder sowie den beiden Chefs des Statikbüros, Roland Burges und Günter Döhring aus Bayreuth, den Sanierungsfortschritt. Wichtigester Ansprechpartner war für sie der Heidenheimer Zimmermeister Klaus Beyer, der seit Wochen mit seinen fünf Mitarbeitern auf der Münster-Baustelle arbeitet. Von außen ist nicht allzu viel zu sehen. Ein Gerüst ist angebracht, ein Aufzug und auch ein Notdach gibt es. Das erlaubt den zügigen Baufortschritt auch bei nicht ganz so günstigem Wetter.
Wie Baudirektor Jürgen König mitteilte, bedingen die Hausschwamm-Schäden, dass jetzt eine tragwerkskonstruktion über die Vierung geführt werden muss. Der Beamte aus Ansbach äußerte sich nur lobend über den „sanften und sensiblen Umgang mit der Baukultur“ durch den einheimischen Zimmermeister Klaus Beyer, der damit eine Visitenkarte abgibt, die ihn auch für andere Projekte der Denkmalpflege befähigt. „Das Achten der alten Handwerkstechniken ist uns ganz wichtig“, sagt König. Es werde Neues hinzugebaut, aber der Bestand nicht verändert. Der marode Teil des Gebälks über die Vierung soll mit einer Stahlabspannung gestützt werden.
„Das Arbeiten im Bestand wird immer wichtiger“, sagt Jürgen König und verweist auf die immer häufiger auftretenden Sanierungsmaßnahmen. In Anwesenheit von Dekan Klaus Kuhn und Dekanin Anette Kuhn lobte Dr. Markus Weis „die sehr intelligente Lösung, die mit wenig Materialeinsatz viel bewirkt“.
Ein bisher noch nicht bis in alle Einzelheiten gelöstes Problem ist der Brandschutz, der das Münster vom Kloster baulich trennt. Es gibt erste Schritte, wie die beiden Bereiche entkoppelt werden können. „Es ist eine komplizierte Geometrie entstanden, aber das Problem ist lösbar“, sagt König zur Aufgabenstellung.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.