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Seit 1992 lebt Hermann Thoma mit seiner Frau Eva im kleinen Dorf Goldbühl, das zur Marktgemeinde Arberg gehört. Er war bis zu seiner Ruhestandsversetzung 1992 leidenschaftlicher Forstmann. Von 1964 bis 1973 war er sogar Bezirksvorsitzender des Bunds Deutscher Forstmänner und bis 1979 sechs Jahre stellvertretender Landesvorsitzender. Die Mitglieder der Sektion Gunzenhausen des Deutschen Alpenvereins kennen ihn als engagierten Naturschutzbeauftragtzen (1980 bis 1984), der sich bei den Umweltaktionen am geschichtsträchtigen Gelben Berg stark engagiert hat.
Seit 1987 widmet er sich der Heimatgeschichte. Er hat Grundlagen erarbeitet zur Baugeschichte des Schlosses Dennenlohe, zur geschichte der Juden, zur Wald- und Weihergeschichte in den ehemaligen markgräflichen Waldbesitzungen, zur Ortsgeschichte von Unterwschwaningen und zur Wallfahrt in Großlellenfeld. Er hat viele Vorträge gehalten und sich für den Schutz der Flurdenkmale eingesetzt. In zahlreichen Veröffentlichungen behandelte er die Siedlungsgeschichte im Landkreis Ansbach.
Hermann Thoma ist seit 1963 ehrenamtlicher Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Er war von 1973 bis 2007 archäologischer Kreisheimatpfleger. Bei der Erforschung der vor- und frühgeschichtlichen Siedlungslandschaft im ehemals südöstlichen Teilen der Altlandkreise Dinkelsbühl und Feuchtwangen sowie im heutigen südlichen Gebiet des Landkreises Ansbach war er beteiligt. Er ergriff die Initiative, um Rettungsgrabungen durchzuführen und half den Wissenschaftlern bei ihre Arbeit. Kaum zu zählen sind seine Veröffentlichungen zur regionalen Vorgeschichte in wichtigen Publikationen wie den „Bayerischen Vorgeschichtsblättern“, dem „Archäologischen Jahr in Bayern“ oder in „Alt-Gunzenhausen“, wo er eine umfassende und in der Fachwelt viel beachtete Arbeit zur Hexenverfolgung im Mittelalter ablieferte.
Bei den Goldbühlern hat er sich quasi unsterblich gemacht, indem er das Heimatbuch „Unser Goldbühl“ herausgab. Aber auch zur Geschichte von Unterschwangen, Dennenlohe, Kröttenbach, Kemmathen und Lellenfeld hat er geschrieben. Honoriert worden ist dieses Engagement 1978 durch die Verleihung der Bayerischen Denkmalschutzmedaille, 2003 hat er den Ehrenbrief des Bezirks erhalten, danach die Heinrich-von-Mosch-Medaille in Bronze des Historischen Vereins für Mittelfranken.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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