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Die Obstwiese von Karlheinz Herzog bei Heidenheim hatte die Frostnächte im Frühjahr schadlos überstanden und die alten Streuobstbäume waren über und über mit Obst behangen. Dem Besitzer war es nicht möglich, die Bäume abzuernten, und so konnten durch Vermittlung von Wolfgang Milec und Karin Beißer, beide engagierte Unterstützer des Regionalsaftprojekts „hesselberger“, die Schülerinnen und Schüler zur Ernte schreiten.
In einer rundum tollen Atmosphäre gingen die Kinder und Erwachsenen ans Werk und schafften es, in zwei Stunden mehr als zwei Tonnen Obst zu ernten. Trotz der Arbeit blieb immer wieder Zeit für ein nettes Gespräch, für Naturbeobachtungen (Käfer und dergleichen), Zeit, um auf Bäume zu klettern, Fangen zu spielen, schmatzend einen Apfel zu verspeisen und unterschiedliche Apfelsorten zu probieren – eine praktische Unterrichtsstunde zur Sortenvielfalt. Aber es war keine Unterrichtszeit, die für die Apfelernte aufgewendet wurde, sondern die Schülerinnen und Schüler folgten dem Aufruf ihrer Rektorin freiwillig.
Für den großen Fleiß aller Helferinnen und Helfer gab es nicht nur den Lohn eines schönen Nachmittags mit einem besonderen Gemeinschaftserlebnis, mit dem Verkauf der Äpfel an die Regionalsaftinitiative flossen mehr als 250 Euro in die Kasse der Schule. „Obsternte soll sich wieder lohnen“, mit diesem Satz war die Initiative vor fünf Jahren angetreten. Mit solch tollen Beispielen, wie die freiwillige Obsternteaktion der Grundschule Gnotzheim, wird dieser Satz zum Leben erweckt. „Ein wunderschöner Nachmittag – es hat sich für uns alle gelohnt“, konnte Schulleiterin Pappler am Ende resümieren.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.