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Im Anschluss an die kirchlichen Feier trug Schwester Regina-Maria vom Konvent der Dillinger Franziskanerinnen aus Absberg unter dem Motto „Gott ist Liebe“ in beeindruckender Weise ihre Berufungsgeschichte vor.
Nach dem feierlichen Einzug der Geistlichkeit hieß Hauptzelebrant Dekan Konrad Bayerle neben den anwesenden Gläubigen seine Mitzelebranten Stadtpfarrer Christian Konecny und Kaplan Janusz Mackiewicz willkommen. Sein besonderer Willkommensgruß galt den Dillinger Franziskaner-Schwestern aus Absberg samt ihren Mitschwestern aus Zell bei Hilpoltstein. In seiner Predigt erläuterte Dekan Bayerle die Voraussetzungen für die Berufswahl insbesondere bei geistlichen Berufen.
Nach der Eucharistiefeier, die von Heinz Horst an der Orgel musikalisch gestaltet wurde, berichtete Schwester Regina-Maria Schmalz, die jüngste der drei in Absberg ansässigen Franziskanerinnen, in beeindruckender Weise über ihre Berufung in den Konvent der Dillinger Schwestern. Die Zuhörer erfuhren, dass sie wohlbehütet zusammen vier Geschwister in einem Ort nahe Dillingen aufgewachsen ist. Geprägt von einem christlichen Elternhaus verspürte sie bereits in jungen Jahren, dass Gott sie führte, so die Referentin.
Ihr erster Kontakt zu Franziskus war ein kindgerechtes Buch über den Heiligen, dessen einfacher Lebensstil und dessen Naturverbundenheit sie damals schon faszinierte. Diverse Ausflüge mit den Eltern zu Wallfahrtsorten sowie die Suche nach Gott führten die Jugendliche immer wieder in klösterliche Nähe. 2002 absolvierte sie eine Woche auf Zeit im Kloster, die ihr sehr gut gefiel.
Aufmerksam auf die Dillinger Fanziskanerinnen wurde sie am Schriftenstand ihrer Heimatkirche in Binswangen. Zunächst absolvierte sie in Dillingen allerdings erst einmal erfolgreich eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Doch im Laufe der Zeit, so Schwester Regina-Maria, wuchs in ihr das Gefühl, sich anderweitig zu entscheiden. So wandte sie sich im Dezember 2004 mit der Bitte, „Kandidatin“ zu werden an Schwester Bernadette und bereits im Januar 2005 wurde sie von der
damaligen Provinzoberin in die Kandidatur der Dillinger Franziskanerinnen aufgenommen. „Auf die Frage, wofür ich mich als spätere Schwester im Kloster einsetzen möchte, denn die Fähigkeiten einer Einzelhandelskauffrau seien hier eher begrenzt, erinnerte ich mich an meinen ursprünglichen Berufswunsch, Gärtnerin zu werden“, so die Referentin. Nach über 30 Bewerbungen, war es wohl eine Fügung Gottes, an die Regens-Wagner-Einrichtung in Holzhausen zu gelangen, so die Referentin. „Völlig überraschend“ wurde ihr bereits beim Vorstellungsgespräch die Stelle in der Bioland-Gemüsegärtnerei zugesagt. Im März 2010 wurde sie in der Christkönigs-Kirche in Dillingen eingekleidet und in das Noviziat der Dillinger Franziskanerinnen von Schwester Michaela aufgenommen.
Nach zwei Jahren Noviziat in Zell bei Hilpoltstein legte sie im März 2012 ihre Erstprofess in der Mutterhauskirche in Dillingen ab. Anschließend kam Schwester Regina-Maria nach Absberg in den Zweierkonvent von „Portiunkula“. Der mit zwei weiteren Schwestern eher kleine Konvent bietet neben diversen Herausforderung familiäre Geborgenheit. Als eine weitere Fügung Gottes bezeichnete die ausgebildete Gärtnerin und Einzelhandelskauffrau ihr neues Aufgabengebiet am Müßighof in Absberg, wo sie als Leiterin des Hofladens Verantwortung trägt. So kommt ihr neben ihrer gärtnerischen Ausbildung ihr Wissen als Einzelhandelskauffrau uneingeschränkt zugute.
Nach der mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Berufungsgeschichte lud Dekan Konrad Bayerle die Gottesdienstbesucher zu einer persönlichen Begegnung mit der Referentin und ihren Mitschwestern ins nahe gelegene Pfarrheim ein. Wie vielfältig der Wunsch der Gäste war, sich ganz persönlich mit den Schwestern zu unterhalten spiegelte sich deutlich in der fortgeschrittenen Zeit des Abends wider.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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