Mittwoch, 14.11.2018

|

Mit einem "Leihmotor" aufs Podest

Motorradpilot Marco Fetz erlebte am Lausitzring ein hektisches Wochenende - 01.09.2018 18:13 Uhr

Ein Getriebeschaden sorgte am Lausitzring für Hektik in der Box von Marco Fetz (re. Vater Günter Fetz). Kurzerhand wurde ein Leihmotor in die Yamaha eingebaut. © Foto: fetz-racing


Zuletzt fuhr Fetz im Jahr 2016 beim ADAC Junior Cup auf dem "EuroSpeedway Lausitz", weshalb die oberste Prämisse zunächst war, sich an die in den Bremszonen und Kurven holprige und mit vielen Bodenwellen versehene Strecke zu gewöhnen. Erschwerend kam hinzu, dass es in den freien Trainings und im Qualifying immer wieder regnete.

Das zweite Qualifying war dann schon nach einer fliegenden Runde wieder beendet – ein Getriebeschaden legte die Yamaha von Marco Fetz lahm. Dank seines ehemaligen Yamaha-Cup Kollegen Rainer Wagner, der immer seine Maschine aus dem Yamaha-Cup 2017 dabei hat, konnte das Team um Techniker Patrick vom Wilbers Racing Team am Samstagnachmittag den Leihmotor in Fetz’ Maschine einbauen. "Vielen, vielen Dank an das gesamte Team für diesen unglaublichen Job", sagte der 18-Jährige, "am Sonntagmorgen haben wir dann das Warm Up genutzt, um einen Funktionstest meiner R6 zu machen – und es hat alles funktioniert wie vorher."

Beinahe abgewürgt

Dennoch hat Fetz beim Start des ersten Rennens die Maschine beinahe abgewürgt, kam in der Folge schlecht weg und bog als Letzter des Klassements in die erste Kurve ein. Allerdings machte er schnell Boden gut, fuhr zu Konkurrent Moritz Jenkner auf und lieferte sich mit diesem einen spannenden Kampf um Platz drei, den der Kleinbreitenbronner für sich entscheiden konnte.

Beim zweiten Rennen am Sonntagnachmittag glückte der Start, Fetz versuchte, an Jan Schmidt, Stefan Ströhlein und Moritz Jenkner dranzubleiben. Zwar musste er abreißen lassen, landete nach einem Sturz von Schmidt ("Highsider") in der Endabrechnung aber dennoch auf Rang drei und verteidigte seine Gesamtführung in der Klasse Superstock 600.

"Vielen Dank an mein gesamtes Team und an das Wilbers Racing Team, die alles gegeben haben, um mir wieder ein top-funktionierendes Bike hinzustellen", sagte Marco Fetz nach einem "heftigen Wochenende" in der Niederlausitz.

Die Läufe neun und zehn der IDM werden am Wochenende 7. bis 9. September im niederländischen Assen ausgetragen.  

MATHIAS HOCHREUTHER E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.