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Neue Spezialitätenmeile für das Fränkische Seenland

Das Regionalbuffet Fränkisches Seenland geht neue Wege — Einzelaktionen statt Spezialitätenmeile - 14.04.2017 05:56 Uhr

Kurze Wege für Lebensmittel: Dafür warben Thomas Pelz, Ernst Birnmeyer, Renate Schwarz, Claudia Herzog-Pfahler, Landratsstellvertreter Robert Westphal, MdL Manuel Westphal und Bezirksrat Alexander Küßwetter (von links). © Fotos: Leykamm


Der hier gezogene Salat etwa hat nur einen Weg von knapp 100 Metern bis zum Verkaufsraum zurückzulegen, wie Betriebsstättenleiter Thomas Pelz betonte: "Frischer geht es nirgends." Insgesamt werden hier an die 50 Kulturen angebaut.

Die 23 Beschäftigten (wie hier die Mitarbeiter mit Behinderung genannt werden) verteilen sich auf vier Arbeitsgruppen. Neben einer, die sich der Keramik verschrieben hat, gibt es Teams, die sich jeweils um die Landwirtschaft, den Hofladen und ein Bistro kümmern, erklärte Werkstattleiter Anton Schneider. Damit gebe man "der Normalität im Alltag einen Raum."

Genuss und Heimatgefühl

Er zeigte sich zugleich dankbar für die Unterstützung durch das Regionalbuffet, die in sich stimmig sei: Erzeugung, Direktvermarktung und Gastronomie. Genau dieses Zusammenspiel solle in den Folkus gerückt werden, erläuterte Claudia Herzog-Pfahler von der Steuerungsgruppe der Initiative: "Frische, kurze Wege, Transparenz, Genuss, Heimatgefühl" — genau das wolle auch der Verbraucher.

Das konnte er bei der bereits elfmal veranstalteten Spezialitätenmeile des Regionalbuffets sehr gut. Nun soll die eine große Veranstaltung durch mehrere kleinere ersetzt werden — wegen des großen Erfolgs. Denn man habe sich einen sehr guten Namen gemacht, erläuterte Renate Schwarz, die für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weißenburg die Initiative betreut.

Der Erfolg habe viele Nachahmer auf den Plan gerufen, weshalb es nun an der Zeit sei, sich von der Masse abzuheben — und wieder Vorreiter zu werden: mit attraktiven Aktionen in verschiedenen Mitgliedsbetrieben. Die Eröffnung auf dem Müßighof war der Auftakt, hier gab es ungewöhnliche Brotaufstriche zu kosten, und es konnte eigenes Eis hergestellt werden.

Weiter geht es am Donnerstag, 27. April, um 18.30 Uhr im Gasthof "Winkler" (Alfershausen). Dann stehen kreative Gerichte rund um den fränkischen Spargel im Mittelpunkt. Chefkoch Christian Winkler werde dabei "Kniffs und Tricks" in der Verarbeitung zeigen, so Schwarz. Dabei darf auch selbst Hand angelegt werden, die Erzeuger und Direktvermarkter sind wie bei allen Teilen des Aktionsprogramms auch mit von der Partie.

Am Donnerstag, 1. Juni, geht es an gleicher Stelle um die Steaks von Weideochsen, die von den Winklers selbst gezüchtet werden. Davor steht aber der Wochenmarkt in Weißenburg im Blickfeld: Am Samstag, 27. Mai gibt es dort von 10 bis 12 Uhr "Löffel-Probierhäppchen" vom Feinsten: Saiblingfilet mit Spargel in Kürbiskern-Sauce und Petersilienwurzeln – live zubereitet von Alfons und Matthias Pröls, Senior- und Juniorchef des Gasthauses "Schwarzer Bär." Die Devise lautet dann: "Nicht nur einkaufen, sondern auch genießen".

Anekdoten zur Bratwurst

Zum "Bratwurstseminar" lädt dann der Gasthof "Kleemann" in Pfofeld ein – am Freitag, 16. Juni, ab 18 Uhr. Metzgermeister Karl Kleemann lässt tief und anekdotenhaft in die Geschichte dieser fränkischen Spezialität und deren Herstellung blicken.

Ihren krönenden Abschluss finden die Aktionen am Werzingerhof in Wernfels, der für sein selbst hergestelltes Eis bekannt ist. Hier kann man am 30. Juli von 10 bis 18 Uhr selbst seine eigene Kreation, zusammengestellt aus saisonalen und regionalen Zutaten, mit nach Hause nehmen oder auch gleich verspeisen – alles ohne Eismaschine. Eine Führung verrät, wie das geht.

Auch im nächsten Jahr werde man weiter auf dieser individuellen Schiene unterwegs sein, kündigte Schwarz bereits an. Die Mitgliedsbetriebe des Regionalbuffet hätten hierzu bereits verschiedene Aktionen ins Gespräch gebracht. Es solle gezeigt werden, wie die regionalen Produkte sich einsetzen und kombinieren lassen. Das Bewusstsein dafür gelte es weiter zu schärfen, ebenso wie für die Tatsache, dass aufgrund des saisonalen Charakters heimischer Erzeugnisse auch nicht immer alles verfügbar ist. Was wiederum der Vorfreude etwa auf den Holunder Raum gibt. 

Jürgen Leykamm E-Mail

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