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Das Interesse am Deutschen war bei ihm stark ausgeprägt, stand doch sein Großvater nach wie vor mit der Familie aus Kirchseeon bei München in Briefkontakt, der er im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter zugeteilt worden war.
Im Verlaufe dieses Briefwechsels, in den sich Janusz Ma´ckiewicz immer mehr einbrachte, schrieb er auch zum ersten Mal über sein Interesse für geistliche Berufe, das etwa zur Zeit seiner Firmung erwachte. „Dennoch konnte ich mich nach meinem Abitur im Mai 1997 aber nicht dazu entschließen, Priester zu werden, sondern begann stattdessen ein Studium an der Technischen Universität in Wroclaw (Breslau), das ich 2001 als Diplom-Ingenieur abschloss.
Danach arbeitete ich als Qualitäts- und Marketingmanager unter anderem für Siemens Berlin“, so Ma´ckiewicz über seinen weiteren beruflichen Werdegang. Erst die Silvesternacht 2003 sollte die Wende bringen.
Gemeinsam feierte er mit Freunden in der Nähe von München und besuchte auch die Brieffreunde in Kirchseeon. Da die innere Berufung zum Priesterberuf in Janusz Ma´ckiewicz nach wie vor nicht erloschen war, vermittelten sie den Kontakt zum dortigen Pfarrer, der zudem Professor an der katholischen Universität Eichstätt war. „Auf seine Empfehlung hin begann ich dann dort 2004 ein Theologiestudium“, staunt der nun neue Gunzenhäuser Kaplan immer noch darüber, wie sich die damalige Ankunft seines Großvaters in Kirchseeon auch 64 Jahre später noch auf ihn auswirken konnte.
Sein Studium, das ihn auch für ein halbes Jahr in Eichstätter Partnerdiözese Poona (Indien) führte, schloss Janusz Ma´ckiewicz im Juli 2009 als Diplom-Theologe ab. Ab Oktober 2009 wirkte er als Pastoralpraktikant in der Pfarrei St. Pius in Ingolstadt, ehe am 26. Juni 2010 in Eichstätt die Weihe zum Diakon erfolgte. Nach Einsätzen in den Pfarreien Münster und St. Moritz in Ingolstadt folgte schließlich am 14. Mai 2011 im Eichstätter Dom die Weihe zum Priester durch Bischof Gregor Maria Hanke.
Seine Primiz feierte der junge Pole am 15. Mai in der Münsterkirche in Ingolstadt. Als Primizspruch wählte er den aramäischen Ausruf „Maranatha!“ aus dem ersten Brief an die Korinther, der wohl von den frühen Christen benutzt wurde und „Unser Herr, komm!“ oder auch „Unser Herr ist gekommen“ bedeutet.
Auf seine neue Tätigkeit ist er schon sehr gespannt: „Ich freue mich, dass ich in Gunzenhausen und in Muhr am See als Kaplan arbeiten kann und bitte alle um ihre Unterstützung durch ihr Gebet und ihre praktische Mithilfe.“

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.