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Pfarrer Roland Kelber verlässt Hechlingen am See

Geistlicher wechselt in den Bayerischen Wald — Wehmütiger Abschied nach zwölf Jahren - 18.02.2017 18:33 Uhr

Pfarrer Roland Kelber wechselt nach über zwölf Jahren Dienst in Hechlingen am See nach Viechtach. © privat


Mit einem aufwendig gestalteten Gottesdienst in Hechlingen wurde der allseits geschätzte und beliebte Geistliche von vielen Gemeindemitgliedern verabschiedet. Nur noch selten sieht man die Kirche heutzutage noch so gut gefüllt. Umrahmt wurde der Gottesdienst von einem gemeinsamen Posaunenchor sowie einem gemeinsamen Chor aus allen drei Pfarrgemeinden. Außerdem hatten die Kinder aus den jeweiligen Kindergottesdiensten extra ein Lied einstudiert und gaben dies zum Besten.

Vom Dienst entbunden

In seiner letzten Predigt erklärte Pfarrer Kelber, dass er stets versucht habe, der Gemeinde den Glauben — bildlich gesprochen — löffelweise einzuflößen, nur das Schlucken müsse dann jeder noch selbst übernehmen, das könne er niemandem abnehmen. Im Anschluss daran wurde der Geistliche von Dekanin Annette Kuhn aus dem Dienst der alten Gemeinde freigesprochen.

Zu guter Letzt erfolgten noch einige Danksagungen und Abschiedsgeschenke von den beiden amtierenden Bürgermeistern aus Heidenheim und Westheim, Susanne Feller-Köhnlein und Helmut Schindler, dem Pfarrkapitel, vertreten durch Pfarrer Rüdiger Schild, dem Freundeskreis von Papua-Neuguinea, Johannes Kosok als Vertreter der Jugend sowie zum Abschluss Bianca Rosenbauer als Vertreterin der drei Kirchenvorstände.

Zum Einführungsgottesdienst in Viechtach machte sich ein ganzer Bus mit Gemeindemitgliedern der drei Ortsteile auf in den Bayerischen Wald. © privat


Im September 2004 trat Roland Kelber die neue Herausforderung als Pfarrer der Kirchengemeinde Hechlingen/ Hüssingen voller Tatendrang an. Schnell hatte er sich eingelebt und erste Kontakte in der Gemeinde geknüpft. Der Eintritt in die örtlichen Posaunenchöre war für ihn ebenso selbstverständlich wie das Kicken im ansässigen Fußballverein. Ein ganz besonderes Steckenpferd von ihm war immer der Austausch mit der Partnergemeinde in Papua-Neuguinea. Zweimal besuchte er in seiner Amtszeit die dortige Gemeinde.

Sehr wichtig war ihm auch immer die Jugendarbeit wie Kindergottesdienst, Kinderbibeltage oder Jugendbibellesen. Im Jahr 2014 wuchs die Kirchengemeinde im Zuge der Umgestaltung des Dekanats auf drei Gemeinden an, Degersheim wurde eingemeindet. Doch auch dies meisterte Kelber ohne größere Probleme. Es bleibt also eine große Lücke, nicht nur im Kirchengemeindeleben, auch auf den Straßen ist nun ein eingefleischter Rennradfahrer weniger unterwegs.

Zum Einführungsgottesdienst in Viechtach machte sich ein ganzer Bus mit Gemeindemitgliedern der drei Ortsteile aus dem Landkreis auf in den noch tief verschneiten Bayerischen Wald, nahe dem Predigtstuhl. Nach einem kurzweiligen Gottesdienst mit Abendmahl gab es noch ein Abschiedsfoto mit den Angereisten und schon musste der frisch eingeführte neue Viechtacher Pfarrer wieder weiter, getreu dem Motto "für die Gemeinde 24 Stunden am Tag immer verfügbar mit ganzem Herzen".

Und so konnten die treuen Gemeindemitglieder mit ruhigem Gewissen ihren "alten Pfarrer" gut versorgt und aufgehoben in der neuen Pfarrei zurücklassen und sich auf die Heimreise begeben. Getröstet in der Hoffnung, dass die Stelle nach der sechsmonatigen Vakanzzeit schnell wieder besetzt wird. 

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