10°C
Samstag, 18.05. - 07:33 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Reckenberggruppe will Wasserförderung auf breitere Grundlage stellen

Geschäftsleiter Friedrich Zapf: Investitionen von fünf bis sieben Millionen Euro im neuen Eschließungsgebiet Arberg - 30.01.2013 16:10 Uhr

Gunzenhausen  - Ein großes Versorgungsgebiet mit relativ wenigen Verbrauchern – diesem Umstand muss der Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe Rechnung tragen.

 Er steckt jedes Jahr rund drei Millionen Euro in den Erhalt und die Modernisierung seiner Anlagen. Viele Maßnahmen verteilen sich auf mehrere Jahre.

Die Körperschaft des öffentlichen Rechts besteht aus 20 Mitgliedsgemeinden, verteilt auf die drei Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Roth. Den Vorsitz in der Verbandsversammlung führt der Merkendorfer Bürgermeister Hans Popp.

Die Zahl der Hausanschlüsse, durch die Reckenberg-Wasser fließt, liegt bei etwa 15 000. Umgerechnet sind es 46 000 Menschen, die so direkt von der Reckenberg-Gruppe (RBG) versorgt werden. Sie leben in 187 Ortschaften – vom kleinsten Weiler bis zum größeren Kernort einer Kommune, beispielsweise Merkendorf, Wolframs-Eschenbach und Spalt. Im Gebiet der Stadt Gunzenhausen gehören zu den Reckenberg-Orten: Haidweiher, Höhberg, Mooskorb, Oberhambach, Schweina, Steinabühl, Streudorf, Unterhambach und Wald.

Der Wasserversorger hat seinen technischen Schwerpunkt im Gebiet Wassermungenau, wo sich große Wasservorkommen befinden, und seinen Verwaltungssitz in der Reutbergstraße 34 in Gunzenhausen. Der Zweckverband beschäftigt 45 Menschen, davon 20 in der Verwaltung. Dort laufen die Fäden bei Werkleiter Friedrich Zapf zusammen. Sein Team betreut auch die drei benachbarten kommunalen Wasserversorger mit: die Pfofelder, Büchelberger und Gnotzheimer Gruppe.

Wenn ein neues Baugebiet erschlossen wird, ist die Reckenberg-Gruppe mit von der Partie. Und wenn eine Straße erneuert wird, ist zuvor abzuklären, ob die vorhandene Wasserleitung durch eine neue ersetzt werden sollte. Friedrich Zapf geht davon aus, dass auch heuer etwa 1,25 Millionen Euro für Sanierungen und Erweiterungen erforderlich sein werden. Das meiste Geld fließt nach Spalt, Wolframs-Eschenbach und Arberg, wo die Wassernetze alt sind und relativ viel gemacht werden muss.

Zug um Zug wurden die technischen Anlagen im Wasserwerk Wassermungenau modernisiert. Derzeit läuft der letzte Bauabschnitt, die elektronische Steuerung, auch Prozessleitsystem genannt. Die 500 000-Euro-Investition wird heuer abgeschlossen. „Dann haben wir die gesamte Technik in Wassermungenau auf den neuesten Stand gebracht", berichtet der Werkleiter. Aber es bleiben noch Wünsche: Neben dem Wasserwerk soll in absehbarer Zeit ein Lager- und Betriebsgebäude errichtet werden. Das Grundstück ist vorhanden. In diesem Jahr wird die Planung gemacht, dann wird man weitersehen.

Die technischen Anlagen des Flächenversorgers sind durch Leitungen miteinander verbunden. Die alten und zum Teil nicht mehr funktionsfähigen Kupferkabel wurden ersetzt durch Glasfaserkabel. Deren Länge beträgt 91 Kilometer. Verteilt auf drei Jahre, wurden dafür 1,88 Millionen Euro aufgewendet. Alle Daten laufen in Wassermungenau zusammen. Nur mit dieser kompletten Vernetzung ist der vollautomatische Betrieb möglich, und es kann sofort auf Störungen reagiert werden. Ohne sichere Verbindungen wäre das nicht möglich.

Beim Thema Neuanschlüsse fällt sofort das Stichwort Bechhofen. Sechs ländliche Gemeindeteile wurden bisher über Hausbrunnen versorgt: Liebersdorf, Kallert, Selingsdorf, Sachsbach, Reichenau und Kaudorf. Das ändert sich gerade. Es wurde eine Fernleitung von Großenried verlegt, und die genannten sechs Orte werden in das Reckenberg-Netz integriert. Der Anschluss schlägt mit 3,13 Millionen Euro zu Buche. Die Hälfte ist 2012 gemacht werden, die andere Hälfte des Projekts steht in diesem Jahr auf dem Programm. Wie üblich steht die Finanzierung auf drei Säulen: Beiträge der Hauseigentümer, Zuschüsse und allgemeine Mittel aus der Kasse des Zweckverbands, und das ungefähr jeweils zu einem Drittel.

Der Hauptort Bechhofen hat nach wie vor eine eigene Wasserversorgung. Die technischen Leistungen dafür werden jedoch seit Januar 2012 von der Reckenberg-Gruppe erbracht. „Wir sind hier Dienstleister auf Wunsch der Gemeinde", erläutert der Werkleiter. „Bechhofen erwartet durch uns eine höhere Qualität der Betreuung."

Umfangreich fällt die Sanierung des Verwaltungsgebäudes in Gunzenhausen aus. Offiziell handelt es sich um eine energetische Erneuerung, in Wirklichkeit wurde aber auch vieles andere mitgemacht. So erklärt sich der stolze Gesamtbetrag von 450 000 Euro. Friedrich Zapf verweist auf die Böden, die Sanitäranlagen, die Elektroinstallation und die neue Kühlung.

Derzeit laufen im Haus letzte Arbeiten, auch draußen ist noch der Baustellencharakter erkennbar. Der letzte Sommer zeigte, dass Dämmung und Kühlung ihre Wirkung entfalteten. Wo früher an heißen Tagen in den Büros extreme Zustände herrschten, blieb es nun angenehm. „Wir haben bessere Arbeitsbedingungen", ist der Werkleiter zufrieden.

Sein Augenmerk richtet sich auch darauf, dass in den Pumpwerken effizienter mit der teuren Energie umgegangen wird. Die Pumpen fressen viel Strom. Hier neue Pumpen anzuschaffen und einzubauen, macht sich schnell bezahlt. „Wir machen das kontinuierlich", berichtet Zapf. Zurzeit ist das Pumpwerk Wolframs-Eschenbach an der Reihe. Der Umbau kann größtenteils durch die eigenen Leute geleistet werden. 

Wolfgang Dressler


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Themen am Wochenende

Aktueller Zeitungstitel Altmühl-Bote
  • Verdruss ohne Ende: Peter Abspacher erklärt, warum das G8 in Bayern nie ganz akzeptiert wurde
  • Der Einsiedler von Bad Abbach: Michael Kasperowitsch hat einen Eremiten besucht
  • Dichter, Revolutionär, Egomane: Eine Sonderseite zum 200. Geburtstag von Richard Wagner
Nachrichten aus der Region
Alle Regionen

00:01 Uhr:
00:01 Uhr:

flirt.nbi

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.
Suche wird durchgeführt...

Fußballtippspiel

Aktuelle Gewinnspiele
Aktuelle Gewinnspiele
Comic Hefte zu gewinnen
Verlosung zum Comic Day

Lese-Tipps im Mai:
Wir verlosen Bücher.

Konzert-Highlights im Mai:
Wir verlosen Tickets.

Festivals in der Region:
Wir verlosen Tickets.