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Freitag, 16.11.2018

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Reisebus aus Westheim geriet in Tunnel in Brand

Die Passagiere kamen bei Unglück im San Bernardino mit Schrecken davon - 21.05.2018 12:43 Uhr

Ein Reisebus der Westheimer Firma Hauck geriet im San-Bernardino-Tunnel, der das Tessin mit der Schweiz verbindet, in Brand. Alle 20 Passagiere kamen unversehrt davon. © Gian Ehrenzeller/dpa


Die 20-köpfige Reisegruppe hatte einen fünftägigen Fahrradurlaub hinter sich. "Radltour an der Palmenriviera" war nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen das Motto der Reise, die das Westheimer Unternehmen Hauck angeboten hatte. Am Freitag sollte es nach dem Frühstück via Schweiz wieder in die Heimat gehen.

Zwischen Lugano und Chur liegt der knapp sieben Kilometer lange San-Bernardino-Tunnel. Doch rund 500 Meter vor Ende des Tunnels bemerkte der Chauffeur des Busses Rauch im Bereich des Motors und hielt an. Innerhalb kürzester Zeit fing das Fahrzeug Feuer. Der Alarm ging los, die Ampeln auf beiden Seiten des Tunnels sprangen auf Rot.

Als der Alarm losging, schalteten die Ampeln auf beiden Seiten des San-Bernardino-Tunnels sofort auf Rot. Die wichtige Verbindung zwischen der Schweiz und Italien ist immer noch gesperrt. © Gian Ehrenzeller


Die deutsche Reisegruppe samt Begleitpersonen sowie die Insassen dreier weiterer Autos konnten den Brandort nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden rechtzeitig verlassen und sich in den Sicherheitsstollen retten. Am Tunnelausgang mussten lediglich zwei Personen wegen leichter Rauchgasvergiftung behandelt werden.

Die Reisenden aus Westheim sowie dem nahe gelegenen Landkreis Donau-Ries kamen alle mit dem Schrecken davon und konnten ihre Heimreise mit einem Ersatzbus fortsetzen. Laut der Augsburger Allgemeinen sind alle wohlbehalten daheim angekommen, ein Teilnehmer der Reise meinte wörtlich gegenüber der Zeitung: "Es geht allen gut".

Bisher noch unbekannt ist die Unglücksursache, der Reisebus soll relativ neu gewesen sein. Während die von dem Unglück direkt Betroffenen mit dem Schrecken davon gekommen sind, wirkte und hat der ausgebrannte Bus noch immer große Auswirkungen: Der San-Bernardino-Tunnel, der die Ostschweiz mit dem Tessin verbindet, ist bis auf Weiteres — vermutlich noch bis Freitag — wegen der notwendigen Reparaturarbeiten komplett gesperrt, die Urlauber müssen entweder über den Pass fahren oder auf den Gotthard-Tunnel ausweichen. Dort bildete sich am Pfingstsamstag ein Rekord-Stau von 28 Kilometern. Eine derart lange stehende Blechlawine gab es in der Schweiz zuletzt am Pfingstwochenende 1999. 

dpa/man E-Mail

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