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70 000 Euro sind für die teilweise Erneuerung der Technik im großen Saal reserviert. 35 000 Euro werden für den Erwerb von beweglichem Vermögen verwendet. Damit sind Reinigungsmaschinen (10 000 Euro) und mobile Lichteffekte – vor allem Scheinwerfer – für die große Halle (25 000 Euro) gemeint. 30 000 Euro fallen für die Teilerneuerung der Heizzentrale an, letztes Jahr wurde hier die Regelungstechnik auf Vordermann gebracht. Um die Schließanlage zu erneuern, werden 20 000 Euro gebraucht. Außen wird es eine elektronische Schließanlage geben, innen stehen Erneuerungsarbeiten an.
Daneben umfasst der aktuelle, einstimmig beschlossene Stadthaushalt 30 000 Euro an Planungskosten. Dabei geht es um die Erneuerung der technischen Infrastruktur: die Anlagen für Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär. Stadtbaumeisterin Simone Teufel hält es für sinnvoll, ein Konzept zu erstellen, auf dem das weitere Vorgehen aufbauen wird. Eine Klimaanlage in der großen Halle würde umfangreiche Arbeiten erfordern. Die Hallenverkleidung könnte nicht in der jetzigen Form bestehen bleiben. Und wenn man schon so weit sei, dann komme man einer Generalsanierung näher. Genau über solche Punkte soll das Sanierungskonzept Auskunft geben.
Wie mehrfach berichtet, haben sich Verwaltung und Stadträte bereits über eine Generalsanierung der Halle Gedanken gemacht. Angesichts der etlichen Millionen, die dafür fällig wären, wurde der Gedanke, alles auf einmal zu erledigen, aber nicht weiter verfolgt. Vor vier Jahren wurde eine Spanne von 7,6 bis 9,4 Millionen Euro genannt. Ein Neubau würde sogar 13,1 Millionen Euro verschlingen, hieß es damals. Es war die Zeit, als die städtischen Finanzen als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise extrem angespannt waren und für eine Generalsanierung nicht der geringste Spielraum bestand.
Aus dem ebenfalls vom Stadtrat verabschiedeten Finanzplan für die Folgejahre geht hervor, dass auch künftig für die Stadthalle Gelder vorgesehen sind. 2014 sollen es 155 000 Euro sein, 2015 wird mit 350 000 Euro gerechnet, und 2016 sind 155 000 Euro zu erwarten. Das muss aber noch im Einzelnen vom Bauausschuss beraten und vom Gesamtstadtrat beschlossen werden.
Es könnte also darauf hinauslaufen, dass die Halle nach und nach verbessert wird, was auch finanziell eher verkraftbar wäre. Ein wichtiger Schritt wurde im vergangenen Jahr mit der Fertigstellung des kleinen Saals „Altmühltal", wo sich früher das Restaurant befand, erreicht. Die CSU hat jüngst darauf gedrängt, dass die Stadthalle unbedingt aufgewertet werden müsse. Insbesondere sei eine Klimaanlage – derzeit gibt es nur eine Lüftung – das Gebot der Stunde, um den Nutzern des großen Saals im Sommer mehr Annehmlichkeiten zu bieten.
Ausdrücklich befürwortete Irene Dänzer (SPD) die Gelder für die Stadthalle. Mit der Planung der Klimaanlage werde der Weg der kontinuierlichen Sanierung, „so wie wir es uns leisten können", fortgesetzt. Die Fraktionsvorsitzende wies auf die steigenden Buchungszahlen im neuen Konferenzraum hin, der ja bereits mit einer eigenen Lüftungs- und Klimaanlage ausgestattet sei. So werde man Gunzenhausen als Tagungsort attraktiv halten und weiterentwickeln.
Weniger freundlich drückte sich FW-Fraktionssprecher Dr. Werner Winter aus. Seiner Meinung nach muss die Verwaltung zunächst ein klares Sanierungskonzept samt Finanzierung vorlegen. Bevor man die eine oder andere Maßnahme angehe, sollte man einen Grundsatzbeschluss fassen, wie saniert werden solle. Man müsse sich entscheiden zwischen Abriss und Neubau, Generalsanierung oder Teilsanierung. Es wäre nicht nachvollziehbar, „dass man WC-Anlagen saniert und weiter das Dach der Halle undicht ist", stellte Werner Winter fest. In der Tat gibt es am Dach Handlungsbedarf, berichtete Stadtbaumeisterin Simone Teufel dem Altmühl-Boten. Es regnet hinein. Es sei unmöglich, hier bis zu späteren größeren Sanierungsmaßnahmen zu warten. Unter dem Stichwort „allgemeiner Unterhalt" könnte vielleicht schon in diesem Jahr das Notwendige am Dach getan werden.
Begrüßt wurde von den Fraktionen, dass in diesem Jahr die Sanierung des städtischen Anwesens Schützenstraße 3 erfolgen kann. Dort ist die Jugendkapelle untergebracht. Die Maßnahme stand bereits auf der Liste für 2012, wurde aber verschoben. Jetzt stehen 210 000 Euro im städtischen Budget bereit, davon 85000 Euro an „neuem" Geld und 125 000 Euro an Ausgaberesten aus dem Vorjahr. Im Einzelnen sind vorgesehen: energetische Sanierung für 135 000 Euro, Sanierung von Treppe und WC-Anlagen für 30 000 Euro, Erneuerung der Außenanlagen für 45 000 Euro.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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