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Der Haushaltsplan und Bericht des Schulleiters Thilo Bauer waren die ersten Eckpunkte der Sitzung. Kämmerer Erich Rothgang stellte den Etat mit einem Volumen von 520.000 Euro, eine Steigerung um 75.000 Euro gegenüber dem letzten Geschäftsjahr, vor. Für die beiden offenen Ganztagsklassen erhält der Schulverband von der Regierung von Mittelfranken einen Zuschuss von 43.000 Euro, 10.000 Euro verbleiben als Eigenanteil für den Schulverband. Für die gebundene Ganztagsklasse wurden Räumlichkeiten in der ehemaligen Volksschule am Kulturtreff angemietet.
Im Vermögenshaushalt mit knapp 21.000 Euro sind Tilgungskosten, Anschaffungen und eine Rücklagenzuführung beinhaltet. Den Ansatz von 2500 Euro für Beschaffungen hinterfragte Verbandsrat Matthias Reichenberg, denn mit diesem geringfügigen Betrag könne wenig bewegt werden. Im Vorjahr belief sich dieser Betrag auf 8000 Euro. Vor der Haushaltsaufstellung werden mit der Schule, so erläuterte Verbandsvorsitzender Babel, notwendige Beschaffungen angesprochen, und im vergangenen Jahr wurde die elektronische Ausstattung verbessert. Der Schule werde hier Flexibilität eingeräumt, es könne nach Bedarf noch nachgebessert werden. Der umlagefähige Betrag beläuft sich für 232 Schüler nach Angabe von Rothgang auf 410.000 Euro und somit 1771 Euro pro Verbandsschüler. Der Schuldenstand wird zum Ende des Jahres auf 100.000 Euro schrumpfen. Der Haushaltsplan wurde einstimmig angenommen, und ebenso erteilten die Verbandsräte ein klares Votum für die Fortführung des pädagogischen Konzepts „Berufsfindungsbegleitung“ mit der Schule in Bechhofen.
Den „Situationsbericht des Schulleiters“ eröffnete Thilo Bauer mit Gratulation an den Schulverband zur Stellenbesetzung des neuen Hausmeisters, der ein „Pfundskerl“ und „Glücksgriff für die Schule“ sei. In dreifacher Funktion sei Bauer derzeit tätig: als Rektor der Wassertrüdinger Mittelschule, Verbundsschulleiter und kommissarischer Leiter der Mittelschule Wilburgstetten. Thilo Bauer wünschte sich baldmöglichst eine Versammlung der politisch und schulisch Verantwortlichen im Mittelschulverbund, um offen und ehrlich die Zukunft der Schulstandorte der Region auszuloten.
Die Verbandsräte und Bürgermeister Friedrich Walter (Unterschwaningen) und Karl Engelhard (Ehingen) erinnerten an das Ziel des Verbunds, Standorte zu erhalten, die aber sicherlich auf lange Sicht, angesichts sinkender Schülerzahlen, nicht zu halten sein werden. Ungebremster Schülertourismus könne auch nicht das Ziel sein, so Rektor Bauer. Eine verstärkte Akzeptanz, Ganztagsangebote anzunehmen, wünschte sich der Rektor von den Erziehungsberechtigten. Er lobte das Angebot der „berufsvorbereitenden Praktika“ und kündigte an, wieder Schwimmunterricht einzuführen. Rund 30 Prozent der Schüler in den Eingangsklassen könnten nicht schwimmen, dies sei eine bedenkliche Entwicklung. Gleichwohl wies der Rektor auf die sensible Aufsichtsproblematik hin. Man werde „sehr vorsichtig und überlegt“ an das Thema herangehen.
Dem zunehmenden Ärger durch Sachbeschädigungen am Schulgelände wird der Schulverband mit verstärkten Kontrollen und dem Einbau von Überwachungskameras begegnen, so Vorsitzender Babel. Außerhalb der offiziellen Benutzungszeiten hätten Personen nichts auf dem Gelände zu suchen. Gegen vier Personen wurde bereits ein Betretungsverbot ausgesprochen, führte Geschäftsleiter Schubert an. Um das strafrechtlich zu verfolgen, müssten die Übergriffe auch dokumentiert sein. Welche Maßnahmen ergriffen werden, wird noch ausgelotet.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.