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Für den Gast aus München, der erstmals in offizieller Mission am Altmühlsee und Brombachsee weilte, gab es den erwarteten großen Bahnhof, noch dazu Kaiserwetter.
An die 200 Ehrengäste waren dabei, als die Buben und Mädchen des Muhrer Johannis-Kindergartens den „MP“ und seine Frau Karin trällernd begrüßten. Wenn auch drei Komfortbusse des Hainsfarther Unternehmens Werner Hauck unterwegs waren, um die Ehrengäste von Station zu Station zu bringen, so war Seehofer doch als „Steuermann“ gefordert: auf der MS Altmühlsee übegab ihm Herbert Guthmann das Ruder und nach schneller Einweisung steuerte der Regierungschef das bereitgestellte E-Mobil ganz sicher.
Dem Muhrer Bürgermeister Roland Fitzner, dem Zweckverbandsvorsitzenden Joachim Federschmidt und Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch (er feierte seinen 52. Geburtstag) waren sozusagen für das Vorprogramm abgestellt. Menschen, „die in prägender Weise das Seenland begleitet haben“, nannte Landratsvize Robert Westphal persönlich. Darunter natürlich Ernst Lechner, den Vater des Seenlands, den früheren Justizminister Karl Hillermeier, den langjährigen TNA-Chef Hans Trögl und Wolf-Dieter Ueberrück, den Leiter der einstigen Koordinierungsstelle.
Er sprach von einem „vollkommenen Umbruch“ der Region und einem „enormen touristischen Potenzial“. Etwa 185 Millionen Euro würden durch den Tourismus im Jahr umgesetzt, das entspreche 4800 Arbeitsplätzen. Horst Seehofer war an diesem Sonntag in bester Laune: „Sehr gut, wunderschön!“ entfuhr es ihm während seines sechsstündigen Aufenthalts immer wieder kam aus seinem Mund: „Wunderschön ist es, hier zu leben“. Der MP verneigte sich symbolisch vor Ernst Lechner, dem „Vater des Seenlands“ und er schloss auch den erkrankten Landrat mit ein: „Wir beten für unseren Franz Xaver Uhl.“
Vor 40 Jahren sei ein „großes, mutiges Projekt“ auf den Weg gebracht worden. Er wähnt die Bedenkenträger heute in der Überzahl und glaubt deshalb nicht, dass das Wasserbaugroßprojekt heute noch durchzusetzen wäre. Lechner und andere hätten „mit großem Herzen angepackt und umgesetzt“. So sei das große Projekt zu einem großen Erfolg geworden. „Unser Ziel ist es, Politik so zu gestalten, dass die Jugend eine Zukunftschance hat“, sagte der prominente Redner und kündigte an, dass die Staatsregierung der Bevölkerungsverschiebung wirksam begegnen wird, denn: „Bayern insgesamt wird es nur geht gehen, wenn es auch den Teilregionen gut gut.“
Für ihn heißt das: der ländliche Raum muss noch stärker gefördert werden, denn: „Wenn Ärzte und Schulen verschwinden, dann es ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Bevölkerung weggeht.“ Seehofer aber glaubt an die Bindungfähigkeit der Menschen: „Die Heimat ist das Widerlager zur Globalisierung.“ Als Erster durfte der Regierungschef den neuen Aussichtsturm auf der Vogelinsel betreten, sozusagen das „Geburtstagsgeschenk“ Seehofers.
Danach stellte der Rother Landrat Herbert Eckstein am Seezentrum Langlau den neuen Weitwanderweg „Der Seenländer“ vor, der 150 Kilometer lang ist, durch 27 Orte führt und alle Seen umschließt. Eine „große moralische Unterstützung“ forderte am Abend der Absberger Bürgermeister Fritz Walter von der Staatsregierung ein, wobei der listige Lokalpolitiker durchaus andeute, dass auch konkrete finanzielle Forderungen nachgeschoben werden. Über die Rede Seehofes bem „Politischen Abend“ im Festzelt berichten wir auf Seite ...
Mi. 02.05.12
Fr. 27.04.12
Do. 26.04.12
Di. 17.04.12
Fr. 13.04.12