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Donnerstag, 20.09.2018

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Segel-Schnupperstunde am Brombachsee

AB-Reporter Mario Früh ging in Ramsberg an Bord - 08.09.2018 17:30 Uhr

Leinen los und die Segel gesetzt: AB-Reporter Mario Früh segelte über den Großen Brombachsee. © Oliver Fürst


Halber Wind? Fock? Halse? Allerlei Segelbegriffe fliegen mir um die Ohren. Ich sitze im ersten Stock der Segelschule Fürst am Großen Brombachsee. Theorieunterricht ist angesagt. Hier lerne ich die Grundlagen des Segelns kennen. Die vier anderen Kursteilnehmer haben mir schon einige Unterrichtsstunden voraus und kennen sich dementsprechend gut aus. Heute werden verschiedene Wendemanöver behandelt. Zum Abschluss der Theoriestunde wird noch der richtige Knoten geübt, bevor es auch schon Richtung Hafen geht. Zeit für den praktischen Teil.

Dort empfängt uns Segellehrer Oliver Fürst: "Moin, du musst Mario sein oder? Du kannst heute mit meinen beiden Schülern Klaus und Willi an einer Übungsstunde teilnehmen." Er führt uns durch den Hafen, bis er vor einem kleinen Segelboot stehen bleibt. In dieser Nussschale sollen vier Personen Platz finden? So ganz sicher bin ich mir da noch nicht.

Bereit zum Ablegen

Doch Oliver Fürst macht gemeinsam mit Willi und Klaus in aller Ruhe das kleine Segelboot zum Ablegen bereit. Sie müssen das Segel ausrollen, das Paddel auspacken und die Ausrüstung auf Vollständigkeit überprüfen. Dann heißt es auch schon "Leinen los." Oliver stößt das Boot mit dem Fuß vom Steg ab.

Willi sitzt am Heck des Segelbootes und steuert. Klaus sitzt in der Mitte. Er ist für das Paddeln aus dem Hafen und die richtige Ausrichtung des Segels zuständig. Oliver hat es sich im vorderen Teil des Bootes gemütlich gemacht und beobachtet seine Schüler genau. Ich sitze irgendwo dazwischen und hoffe nur, dass mir der Segelbaum – an dem das Großsegel befestigt ist – nicht gegen meinen Kopf kracht.

Doch meine Sorge ist unbegründet. Bevor sich der Baum des Segels dreht, gibt Willi ein Kommando und alle Besatzungsmitglieder können den Kopf einziehen. Inzwischen hat Klaus das Boot weit genug von der Anlegestelle weg gepaddelt. Willi gibt den Kurs vor und Klaus setzt das Hauptsegel. Langsam nimmt das Boot Fahrt auf und wir segeln auf den See hinaus.

Von der Theorie zur Praxis

Jetzt gilt es für die beiden Schüler, neue Lerninhalte umzusetzen. Wie in der Theorie zuvor besprochen, sollen die beiden eine Halse segeln. Das ist ein Segel-Manöver, um den Kurs zu ändern. Nach ein paar Versuchen klappt diese Übung schon ganz gut. Auch Oliver ist zufrieden: "Sehr gut. Jetzt geben wir mal ein bisschen Gas und steuern Richtung Enderndorf." Kurz darauf legt das Boot ganz schön an Geschwindigkeit zu.

Die Gischt spritzt am Bug nur so hoch. Die beiden Segelschüler versuchen unter den Anweisungen von Oliver, das Boot auf Kurs zu halten. Es kommt mir allerdings schon mal so vor, als ob sich das Boot gefühlt sehr weit auf eine Seite neigt und der Wasseroberfläche gefährlich nahekommt. Doch alle anderen Besatzungsmitglieder sind sichtlich entspannt.

Dann wird es auch für mich ernst. Nachdem ich jetzt schon einige Zeit die anderen beim Segeln beobachten konnte, soll ich das Ruder übernehmen. Aus meiner Beobachterrolle heraus schien mir die Steuerung des Segelbootes recht einfach. Doch ich merke schnell, dass ich mich gut konzentrieren muss, um das Boot auf Kurs zu halten. Ich muss gegen den Wellengang arbeiten und mit dem Pinnenausleger, der mit dem Ruder verbunden ist, das Boot gerade halten.

Auf Kurs bleiben

Klaus und Willi unterstützen mich und kümmern sich um die richtige Ausrichtung des Segels. Mit vereinten Kräften gelingt es uns, das Boot einigermaßen auf Kurs zu halten und über den See zu manövrieren. Ich bin allerdings froh, als wir wieder im Hafen anlegen und ich festen Boden unter den Füßen habe.

Fazit: Ich musste mich zu Beginn erst an das Segelboot gewöhnen. Auf dem Boot muss man sich an klare Regeln halten, auf die anderen Besatzungsmitglieder achten und mit ihnen zusammenarbeiten. Als ich aber mit dem Rest der Crew auf dem See unterwegs war und auch selbst die Steuerung übernehmen durfte, machte es durchaus Spaß, mithilfe des Windes über die Wellen zu düsen.

Und nach ein paar Stunden Segelunterricht kann ich mittlerweile auch mit dem ein oder anderen Segelfachbegriff etwas anfangen.

 Wer das Segeln ausprobieren möchte, kann sich an die Segelschule Fürst in Ramsberg am Brombachsee wenden: 09144/808979 oder www.segelschule-fuerst.de. 

MARIO FRÜH E-Mail

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