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„Die Worte hör’n wir wohl, allein uns fehlt der Glaube“. Das ist die Reaktion bei den Klosterkritikern und Gemeinderäten Reinhard Ebert, Gerhard Kühnel, Kurt Härtlein („Bürger für Bürger“) und Rosina Naß-Huber („Bürgerblock“) auf die jüngsten Presseverlautbarungen der Kloster-Verantwortlichen. Es lägen weder ein tragfähiges Konzept noch belastbare Kostenpläne für Umbau und den anschließenden Betrieb vor. Die schon Mitte 2010 für den Zweckverband „Kloster Heidenheim“ erstellte Umsatz- und Ertragsplanung sei entgegen den Versprechungen des Vorsitzenden des Klosterzweckverbandes Dekan Kuhn bisher weder dem Gemeinderat noch der Öffentlichkeit vorgelegt worden.
Die vier Gemeinderäte verweisen auf eine ganze Anzahl im Besitz der Marktgemeinde Heidenheim befindlichen massiv sanierungsbedürftiger Gebäude wie die Hahnenkammschule oder die „Alte Turnhalle“ in Heidenheim, das „Haus des Gastes“ in Hechlingen oder der Dachstuhl des Feuerwehrhauses in Hohentrüdingen, die zu sanieren seien. Am VG-Gebäude sei allein aus Kostengründen auf die Aufbringung einer ordentlichen Wärmedämmung verzichtet worden.
Der Freistaat Bayern ist nach Ansicht der Klosterkritiker besser beraten, seine Schulden abzubauen „als Geld in ein illusionäres Projekt zu versenken“. So habe erst unlängst der Bayerische Rechnungshof endlich ernsthafte Anstrengungen des Staates zur Reduzierung seiner Schuldenlast angemahnt. Falls dann noch Geld übrig sei, könne es in Energiewende, Bildung und Familien weit besser investiert werden als ins Kloster.
„Und die Kirche sollte sich fragen, ob sie so viel Geld in Steine investieren will statt in Menschen“. So die rhetorische Frage der vier unabhängigen Gemeinderäte. Insofern ist für Ebert, Kühnel und Härtlein klar, dass es umgehend zu einem erneuten Bürgerbegehren kommt, sobald die Klosterverantwortlichen kostenrelevante Entscheidungen planen. Beim ersten Bürgerentscheid im Jahr 2002 hatten etwa 59 Prozent der Abstimmenden den sofortigen Stopp des Klosterprojektes verlangt.
Die drei „Bürger für Bürger“-Gemeinderäte fordern, dieses demokratische Bürgervotum zu respektieren, das Klosterprojekt endlich „einzustampfen“ und stattdessen die gemeindlichen Kräfte zur Lösung drängender Problem freizusetzen.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.