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Während der Gewittersturm am Sonntagabend im Gemeindegebiet von Theilenhofen keine markanten Spuren hinterlassen hat, hieß es am Montag im Ortsteil Dornhausen „Land unter“. „Man hat gemeint, die Welt geht unter“, beschreibt Bürgermeister Erwin Reinwald die dortige Situation. Er reihte sich in die Schar der Helfer ein und kann sich wie die älteren Mitbürger am Ort nicht denken, dass es in Dornhausen schon jemals derart lang und kräftig gegossen hat, wie am Montag. Das gesamte untere Dorf stand zeitweise unter Wasser.
„Das Wasser schoss von Osten her durch den Ort und sammelte sich auf der Südseite“, so Reinwald. Besonders in diesem Bereich ergossen sich die schmutzigbraunen Wassermassen in Kellerräume, nachdem sie auf dem Weg dorthin die eine oder andere Scheune durchquert hatten. Gerade noch rechtzeitig mit Sandsäcken verbarrikadiert werden konnten die Kellerräume des Sägewerks Kolb, in denen sich teure Maschinen befinden.
Weil die gemeindlichen Wehren Dornhausen, Wachstein und Theilenhofen der Lage nicht mehr Herr wurden, wurde das THW Gunzenhausen alarmiert, das unverzüglich am Unglücksort eintraf und mit seinen leistungsstarken Pumpen gute Dienste leistete. Bis zum späten Nachmittag zogen sich die Aufräumarbeiten hin. Auch in Wachstein war ein Keller vollgelaufen.
Reinwald dankt allen Einsatzkräften der Hilfsorganisationen sowie der Bevölkerung für die Mithilfe und Unterstützung. „Jung und Alt haben dazugeholfen, und das fast den ganzen Tag“, freut er sich über Gemeinschaftsgeist, der in dem betroffenen Gebiet zu spüren war. Nach den länger andauernden Regenfällen in der Nacht auf den 15. August erreichte die Freiwillige Feuerwehr Gunzenhausen gegen 6.45 Uhr der erste Einsatzalarm zum Auspumpen eines vollgelaufenen Kellers in der Gunzenhäuser Sonnenstraße.
Innerhalb kürzester Zeit wurden die Wehren Frickenfelden, Unterasbach, Oberasbach, Theilenhofen und Dornhausen nachalarmiert, da sich die Lage vor allem in Unterasbach, wo unter anderem sogar die Bundesstraße 13 vom Wasser überflutet wurde und zeitweise durch die Feuerwehr voll gesperrt werden musste, zuspitzte.
Insgesamt wurden rund 20 unter Wasser stehende Keller in Gunzenhausen, Unterasbach, Oberasbach, Obenbrunn und Dornhausen ausgepumpt. Es befanden sich rund 75 Feuerwehreinsatzkräfte und zehn Helfer des Technischen Hilfswerks mit insgesamt zwölf Einsatzfahrzeugen vor Ort, um mit Tragkraftspritzen, Tauchpumpen und Wassersaugern die betroffenen Wohnhäuser wieder trockenzulegen beziehungsweise über die Nachalarmierungsstelle in Gunzenhausen die Einsätze zu koordinieren.
Die Leitung an den verschiedenen Einsatzstellen lag beim Gunzenhäuser Kommandant Swen Müller, Kreisbrandinspektor Hartmut Seibold sowie beim Dornhäuser Kommandant Friedrich Scherer und beim Unterasbacher Kommandant Jochen Pölloth.
In Weilerau musste die Freiwillige Feuerwehr Gnotzheim im Verlauf des Montagmorgens ebenfalls einen mit Wasser vollgelaufenen Keller auspumpen. Hier waren rund zehn Einsatzkräfte der Wehr mit einem Fahrzeug vor Ort.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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