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TSV Merkendorf weiht neuen Platz ein

Alles begann an einem Sonntagmorgen im Schlafanzug... - "Erstaunliche Gemeinschaftsleistung" – Förderung des Jugendfußballs - 16.07.2017 18:20 Uhr

Die geladenen Gäste erfreuen sich im Hintergrund am Büfett, der TSV-Nachwuchs demonstriert derweil die Bespielbarkeit des neuen Platzes. © Fotos: Hochreuther


Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Das wird man auch in Merkendorf bestätigen. Seit dem Jahr 2002 schwebte den Verantwortlichen des TSV Merkendorf die Erweiterung ihres Sportgeländes vor. "Die Situation mit dem alten B-Platz war nicht mehr tragbar", blickte Roland Lenz, im Vorstand des TSV für die Finanzen zuständig, weit zurück. Und er fasste sich ein Herz.

"Kurz nach meiner Wahl 2002 stand Roland an einem Sonntagmorgen vor meiner Tür, ich war noch im Schlafanzug unterwegs", erinnerte sich Merkendorfs Bürgermeister Hans Popp bei der Platzeinweihung am Freitag in seiner launigen Rede an die Anfänge des Projekts "neuer Sportplatz" zurück. Ob es an der Garderobe lag oder nicht – der Bürgermeister hatte ein Einsehen beim Anliegen des Sportvereins. "Von der Infrastruktur her hatten wir mit dem alten B-Platz die schlechteste Situation im weiten Umkreis", sagte Popp.

Im Jahr 2012 wurde es ernst

Zwar verloren die Verantwortlichen des Vereins und der Stadt das Projekt irgendwann aus den Augen, vollständig von der Bildfläche war es aber nie verschwunden. Im Jahr 2012 wurde es ernsthaft wieder aufgegriffen, im Stadtrat beschlossen und die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern konnten beginnen. "Unter dem Strich hätten wir dieses Vorhaben nicht realisieren können, wenn uns die Stadt Merkendorf nicht so unter die Arme gegriffen hätte", sagt heute Roland Lenz.

Redner und Zuhörer (v. li.): Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach, Merkendorfs Bürgermeister Hans Popp, TSV-Finanzvorstand Roland Lenz, TSV-Sportvorstand Sieglinde Weißel.


Die Kostenschätzung belief sich zunächst auf 280 000 Euro, letztlich kamen rund 250 000 Euro zusammen. Finanzielle Unterstützung erhielt der Verein vom Landkreis (rund 23 000 Euro), vom Bayerischen Landes-Sportverband (46 000) und vor allem von der Stadt Merkendorf (105 000); der Rest erfolgte in Eigenleistung. Die Stadt ist zudem Eigentümer der neuen Anlagen, der Verein – dem der A-Platz und das restliche Vereinsgelände gehört – für die nächsten 40 Jahre der Nutzer.

An einem Strang gezogen

"Es war eine erstaunliche Gemeinschaftsleistung des Vereins und der Stadt, wir haben immer an einem Strang gezogen. Der neue Platz ist eine Bereicherung für Merkendorf", sagte Hans Popp. Landrat Jürgen Ludwig würdigte ebenfalls das Engagement der Beteiligten. "Die Anstrengungen, die hinter einem solchen Projekt stecken, sieht man nicht, wenn alles fertig ist. Deshalb ist es richtig, so etwas in solch einem Rahmen noch einmal extra zu würdigen."

Als der offizielle Teil beendet war und Merkendorfs Pfarrer Detlef Meyer die neuen Plätze – im Zuge des Umbaus verwirklichte der TSV auch den Bau eines kleinen C-Platzes – unter den Schutz Gottes gestellt hatte, demonstrierte der TSV-Nachwuchs in einem Trainingsspiel, wie es sich auf dem neuen Geläuf kicken lässt. Denn auch wenn der B-Platz die nötigen Maße eines Spielfeldes für Herren erfüllt, in erster Linie ist er für die Jugendlichen gedacht. "Der neue Platz soll den Jugendfußball voranbringen", verdeutlichte Bürgermeister Popp.

Rund 680 Mitglieder hat der TSV Merkendorf, davon gehören 250 der Fußballabteilung an, 100 davon Jugendliche, die in Spielgemeinschaften mit Wolframs- und Mitteleschenbach sowie der DJK Obererlbach antreten. 

MATHIAS HOCHREUTHER E-Mail

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