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Samstag, 22.09.2018

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Viel Spaß beim Wakeboarden am Kleinen Brombachsee

AB-Reporter Mario Früh testete an der Badehalbinsel die Funsportart - 01.09.2018 07:47 Uhr

Mit Vollspeed über die Wellen des Kleinen Brombachsees: AB-Reporter Mario Früh testete den Trendsport Wakeboarding. © Bastian Früh


Mit einem Surren startet der Seilzug und zieht den jungen Mann gut 100 Meter über die Wasseroberfläche. An seine Füße hat er ein Wakeboard geschnallt. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern saust er die Gerade entlang und zieht dann eine schöne 180-Grad- Kurve auf der Seemitte. Zurück am Ausgangspunkt lässt er das Seil los und sich langsam in das seichte Wasser in Ufernähe sinken. Genau so soll das Ganze bei mir später auch aussehen, denke ich bewundernd.

Ich bin im Wakepark am Kleinen Brombachsee auf der Badehalbinsel Absberg und werde heute meinen ersten Wakeboardgrundkurs absolvieren. Mein heutiger Kursleiter ist Falk Blank: Vollbart, die langen Haare zum Männerdutt hochgesteckt und eine selbstgedrehte Zigarette im Mundwinkel — der typische Surferlook. Der 26-jährige Sportstudent kommt eigentlich vom Snowboarden und kam in Australien mit dem Surfsport in Berührung. "Snowboardern", sagt er, "fällt der Einstieg in den Wakeboardsport erfahrungsgemäß leichter, da sie ähnliches Equipment gewohnt sind und ein paar Bewegungsabläufe schon kennen."

Die Wakeboardanlage am Brombachsee ist bestens für Einsteiger geeignet. Die dort genutzte Zweimastanlage ermöglicht ein individuell an das jeweilige Können angepasstes Training. Da immer nur ein Fahrer auf der Bahn ist, können sich die Coaches voll auf ihn konzentrieren. Nach der Fahrt weist Falk auf Fehler hin und und gibt hilfreiche Tipps.

Die Wakeboardanlage bei Absberg wird richtig gut angenommen. Deshalb soll im Winter eine zweite Anlage gebaut werden. Diese wird als Rundkurs gestaltet und soll insgesamt 600 Meter lang werden. Dort können dann — voraussichtlich bereits im nächsten Sommer — bis zu acht Wakeboarder gleichzeitig ihre Runden drehen.

Als Anfänger ist es besser, lerne ich, mit dem Wasserstart zu beginnen. Habe ich diese Technik verinnerlicht, kann ich von jeder Position auf der Bahn aus starten. So liege ich bei meinem ersten Versuch auf dem Rücken im Wasser, die Unterseite des Boards zeigt in die gewünschte Fahrtrichtung. Ich mache mich klein und drücke in der Hocke liegend meinen Po gegen meine Fersen.

Dann startet Falk den Seilzug. Die Kraft des Seils zieht mich nach oben in eine aufrechte Position. Ich drehe mich in Fahrtrichtung und düse los. Doch nach ein paar Metern verlagere ich mein Gewicht etwas zu stark auf mein vorderes Bein — und kippe prompt vorne über. Aber es ist wie beim Reiten: Einfach sofort wieder aufs Pferd, beziehungsweise aufs Brett. Nach einigen weiteren Versuchen und Stürzen schaffe ich schließlich die ganze Strecke ohne Unterbrechung. Bei meiner zweiten Runde ist das Ziel eine schöne Kurve am Ende der Bahn. Ein paar Meter vor dem Bahnende verlagere ich mein Gewicht auf die Fersen und lehne mich nach hinten. Die Anlage zieht mich in einem weiten Bogen um die Boje am Bahnende. Für meine erste Kurve benötige ich allerdings ein paar Anläufe. Noch etwas wackelig schaffe ich es schließlich. Falk gibt mir nach jedem Sturz Feedback, was ich verbessern kann. Ich halte mich genau an seine Anweisungen und kann so meine Fahrtechnik immer weiter optimieren. Am Ende kann ich tatsächlich ein paar Minuten ohne Sturz auf der Bahn fahren. Die Kurven werden, auch bei den anderen zwei Kursteilnehmern, immer besser.

Falk ist mit unserer Leistung sehr zufrieden. Und wir? Sind erschöpft, aber richtig glücklich, wie man am Grinsen im Gesicht unschwer erkennen kann. "Cool, gut gefahren! Das habt ihr alle sehr gut gemacht", meint Falk und klatscht mit den Teilnehmern ab.

Begeisterung trotz Muskelkater

Ich selbst bin hochzufrieden mit dem heutigen Tag. Wakeboarding hat mir richtig viel Spaß gemacht. Dieser Sport ist die perfekte Mischung aus Balance und Geschwindigkeit. Nach dem etwas kniffligen Beginn lernte ich schnell und hatte die Basics schon nach kurzer Zeit drauf. Der Coach hat mir und den anderen Teilnehmern sehr gut vermittelt, worauf es ankommt und was wir beachten müssen. Eine echt coole Sportart, die man unbedingt mal ausprobieren sollte. Allerdings sollte man sich auf einen gehörigen Muskelkater am nächsten Tag gefasst machen. Trotzdem war heute mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch im Wakepark am Brombachsee.

Wer jetzt auch Lust bekommen hat, diese geniale Funsportart auszuprobieren, kann die Jungs und Mädels vom Wakepark am Brombachsee unter 09175/4419892 oder unter www.wakepark-brombachsee.de erreichen. Der Anfängerkurs dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 38 Euro. 

Mario Früh E-Mail

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