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Die flachen Ufer und eine Insel unmittelbar beim Aussichtsturm werden zunehmend von Röhricht und Weiden überwachsen. Damit verschwinden Lebensräume für Vögel, die im Bereich der Uferzonen und auf den offenen Grünflächen nach Nahrung suchen. Gleichzeitig erschwert vor allem der starke Weidenaufwuchs den Blick von dem erneuerten Turm auf die Vögel und die umliegende Landschaft.
Die Naturschutzfachleute haben deshalb angeregt, durch das Abflachen der Ufer und das Roden und Tieferlegen der Insel diese Lebensräume wieder attraktiver für seltene Vogelarten zu gestalten. In Abstimmung mit der Höheren Naturschutzbehörde führt das Wasserwirtschaftsamt jetzt diese Pflegemaßnahmen durch. Die Bauarbeiten profitieren von dem niedrigen Wasserstand im See und der ungewöhnlich trockenen Witterung. Die Arbeiten können deshalb zügig durchgeführt werden. Die Störungen für die Vögel sind gering, zumal die Zugvögel längst weiter gezogen sind.
Auch eine Baustraße bis zum Aussichtsturm wurde in den letzten Tagen fertig gestellt. Über sie sollen die Baugeräte und das Auffüllmaterial für die Rampe auf die geplante weitere Aussichtsplattform transportiert werden. Mit der Abflachung des Zugangswegs zum Turm und dem Bau der Rampe als barrierefreiem Zugang wird das Wasserwirtschaftsamt Ansbach bald beginnen. Die Plattform selbst wird voraussichtlich im März aufgestellt werden. Rechtzeitig zur nächsten Saison können dann auch Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer vom Turm aus die Vogelwelt im Naturschutzgebiet beobachten.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.