Montag, 23.10. - 04:45 Uhr

|

Von Naturexerzitien bis Gregorianik in Heidenheim

Das Klosterteam präsentiert ein interessantes und vielseitiges Programm - 30.08.2017 18:10 Uhr

Freuen sich über das neue Programm: der Vorsitzende des Freundeskreises Kloster Heidenheim, Reinhold Seefried, Bildungsmanagerin Dr. Anne Müller und Dekan Klaus Kuhn (von links). © Foto: Ines Schulze


Zu denen, die mithelfen, das geistliche Leben am Kloster neu zu beflügeln, gehört Pfarrer Frank Zelinsky, Rektor des Pastoralkollegs Neuendettelsau. Er lädt am Samstag, 16. September, zu einem "Schnuppertag" mit Naturexerzitien ein. Dabei können die Teilnehmer in der reizvollen Umgebung des Klosters uralte Zugänge zur Schöpfung neu kennenlernen.

"Die Bibel – wen juckt die noch?" – diese provokante Frage greift das diesjährige Heidenheimer Fest der Ökumene am Samstag, 23. September, mit einer Reihe von Workshops auf. Zu Gast sind Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Bischof Dr. Gregor Maria Hanke. Sie berichten über ihre persönlichen Erfahrungen und Zugänge zur Heiligen Schrift.

Feste Anker in der Rubrik "Geistliches Leben" bilden die Abendgebete mit gregorianischen Gesängen an jedem ersten Mittwoch des Monats, die Ökumenische Nacht der Lichter mit Gesängen aus Taizé am Freitag, 17. November, oder die Abende mit meditativem Tanz. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eingeladen, auf dem Jakobsweg zu pilgern oder auf dem Ökumenischen Pilgerweg den Spuren der Klostergründer Willibald, Wunibald, Walburga und Sola zu folgen.

An die Reformationszeit erinnern die beiden gemeinsam mit dem Diözesanbildungswerk Eichstätt veranstalteten Reihen "Forum Ökumene" und "Heidenheimer Abendvorträge zur Klosterkultur". Höhepunkt ist ein öffentliches Festsymposium zur Geschichte der Reformation am Kloster Heidenheim am Mittwoch, 18. Oktober. Der ehemalige Heidenheimer Dekan Werner Kugler, der Historiker Wolfgang Osiander, der Journalist Klaus Kreitmeir und der Architekt Hans-Heinrich Häffner gehen dabei der Frage nach: Was geschah in der Region, auf dem Hahnenkamm und vor Ort am Kloster Heidenheim in den 100 Jahren nach 1517? Welche Schriftquellen, Bauwerke und Denkmäler sind aus dieser Zeit erhalten? Wovon erzählen sie?

Am Mittwoch, 15. November, wird mit dem Vortrag "Martin Luther und die Juden" ein eher dunkles Kapitel der reformatorischen Bewegung aufgeschlagen. Der Theologe und Kirchenhistoriker Dr. Axel Töllner geht Luthers ausgeprägter Judenfeindlichkeit auf den Grund und stellt dar, wie Äußerungen des Reformators noch von Vertretern des Nationalsozialismus instrumentalisiert worden sind.

Zu den etablierten Heidenheimer Säulen gehört die Reihe "Natur und Gesundheit im Jahreskreis". Zum Auftakt der Herbstsaison findet am Dienstag, 3. Oktober, (Tag der Deutschen Einheit) der botanische Spaziergang "Weißdorn, Schlehe & Co" statt. Die Heilpraktikerin Heike Klischat lädt dabei zu einem Ausflug in die Welt der heimischen Wildgehölze ein, wobei sie die Bedeutung verschiedener Wildfrüchte für Hausapotheke und Küche erklärt.

Auch kulturell ist am Kloster wieder einiges geboten. Dazu gehören "Kino im Kloster" mit dem Spielfilm "Katharina Luther" am Mittwoch, 25. Oktober oder auch die Aufführung der Bach’schen h-Moll-Messe durch den Kammerchor Fränkisches Seenland am Sonntag, 29. Oktober, im Münster. Das ehemalige Benediktinerkloster und Münster St. Wunibald selbst kann an den Sonntagen 3., 10. und 17. September bei öffentlichen Führungen, die um 15 Uhr beginnen, erkundet werden. Zahlreiche weitere Veranstaltungen am Kloster sind im neuen Programmheft aufgeführt. Es liegt in Heidenheim im Münster und in den Geschäften aus. Elektronisch ist es unter www.kloster-heidenheim.eu abrufbar. 

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Heidenheim