|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Doch das ist nur ein Teil ihres Jobs. Der andere Teil sorgt dafür, dass oft die Koffer gepackt werden müssen und nicht immer sind die Reiseziele dann auf vier Rädern erreichbar. Vielmehr steigen die Unternehmer ins Flugzeug und begeben sich auf Flugreisen, zum Teil sind es Fernreisen.
Denn ihre Produkte und vor allem ihr Know-how werden in der ganzen Welt gebraucht: Ob es sich nun um eine Großbäckerei in Russland handelt, um einen Kosmetikhersteller in Argentinien oder um einen Kloßteighersteller vor der Haustür – Erwin Rück und Michael Kohlert sind für alle ihre Kunden da und wenn eine neue Anlage installiert werden muss, geht es sowieso nicht anders. Viel Zeit fürs Privatleben bleibt da nicht übrig, denn beispielsweise Wartungs- und Servicearbeiten müssen am Wochenende oder in der ruhigen Zeit „zwischen den Jahren“ erledigt werden, damit beim Arbeitsbeginn am Montagmorgen oder nach den Feiertagen alles wieder einwandfrei läuft.
Wenn viele andere also ihre Freizeit genießen, haben Erwin Rück und Michael Kohlert meist alle Hände voll zu tun. Dass von 52 Wochenenden im Jahr etwa zwei Drittel für solche Einsätze verplant sind, ist daher normal.
Was die Kunden von SerTech brauchen, ist sehr unterschiedlich. Oft ist es ein neues Steuerungsprogramm oder ein Schaltschrank. Im Oktober wurde aber auch eine komplette Roboteranlage auf dem Firmengelände im Wolframs-Eschenbacher Gewerbegebiet verladen, die SerTech für einen Produzenten von Photovoltaikmodulen hergestellt hat.
Bei dieser Gelegenheit besuchte auch Bürgermeister Michael Dörr den Zweimannbetrieb, der bisher mit drei freiberuflichen Mitarbeitern zusammenarbeitet. Erwin Rück fühlt sich in dieser Konstellation wohl, ist sich aber bewusst, dass beim momentanen Trend der Zeitpunkt nicht mehr fern ist, an dem die Kräfte einfach verstärkt werden müssen, damit alle Aufträge abgearbeitet werden können.
Erwin Rück und Michael Kohlert haben ihr Handwerk von der Pike auf gelernt und waren in renommierten Firmen in der Region tätig, bevor sie den Sprung in die Selbständigkeit wagten. „Viel Verantwortung hat man sowieso immer, wenn man beim Kunden vor Ort ist und nicht wegen jedem Detail erst im Heimatbüro nachfragen kann. Warum dann nicht das eigene Ding machen“, beschreibt Erwin Rück seine Überlegungen von vor einigen Jahren. Er ist Elektromeister, sein Kollege Michael Kohlert Elektrotechniker – clevere Köpfe, findige Tüftler, nimmermüde Arbeiter.
Beide genießen es, nach Jahrzehnten im Angestelltenverhältnis nun ihr eigener Herr zu sein, ergänzen sich perfekt und nehmen auch die Nachteile der Selbständigkeit gern in Kauf. Die langen Arbeitstage stören beide nicht, denn sie sind mit Leib und Seele bei der Sache, der Job ist viel mehr als bloßer Job.
Und ebenso gehören eben die zahlreichen Reisen dazu, ob innerhalb Deutschlands oder darüber hinaus. Erwin Rück berichtet von vielfältigen Erfahrungen in verschiedenen Ländern, angefangen bei Visa- und Zollbestimmungen bis hin zu individuellen Eigenheiten des jeweiligen Staates. „Die Erfahrung hilft enorm, auch international immer besser zurechtzukommen“, sagt er. Einzig Langstreckenflüge mag er nicht so gern: „Man sitzt so eng und die Zeit vergeht so langsam.“
Aber was will man machen, da gibt es eben keine Alternative. Hauptsache, die Arbeit macht Spaß, ob man sie nun in Spanien, in Kasachstan oder in Mittelfranken macht.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.