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Sie hatte sich eigens zum Wandern im Fränkischen Seenland im Raum Gunzenhausen einquartiert und wollte sich das Wanderwochenende rund um Spalt natürlich nicht entgehen lassen. Zwei Tage lang ging es frohgemut durch Wald und Flur.
Die ersten Teilnehmer fanden sich am ersten Tag schon um sechs Uhr am Feuerwehrhaus Spalt ein – eine Stunde vor dem eigentlichen Startschuss. Eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen und vielleicht noch ein Griff zu den ebenso feilgebotenen frisch gepflückten Kirschen aus der Spalter Region und schon konnte es losgehen. Doch es galt, gut abzuwägen, welchen Kurs man einschlagen wollte: den über fünf, elf oder gar den über 20 Kilometer? In jedem Fall aber ging es wie im vergangenen Jahr an der Massendorfer Schlucht vorbei, jedoch nicht hindurch.
Bei den erwarteten Menschenmengen wäre eine solche Wegführung „zu riskant gewesen“, begründete Hans Lang, Vorsitzender der Wanderfreunde Spalt, die traditionell zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Mit dem kleinen Schlenker um die Schlucht konnte man den Marschierenden auch einen allzu tiefen Blick in die noch nicht ganz verheilten Wunden als Folgen von Abholzungsmaßnahmen ersparen. 37 Teams waren es, die im Laufe der beiden Tage das Spalter Hügelland zu Fuß eroberten.
So ergab sich auch manche Gelegenheit, „alte Bekannte“ wiederzutreffen, die man zuletzt an anderen Wandertagen gesehen hatte. Beispielsweise gesellten sich Linda Weichand und Karl Scheib aus der Region um Stuttgart beim Durchstreifen der Natur gerne zu Helma Rupp und Johann Zeller aus dem Augsburger Raum. Letzterer ist auch ein treuer Teilnehmer an den Wanderwochen in Spalt, bei denen er seit der Premiere immer mit von der Partie ist.
Eigenhändig hatte der Vorsitzende im Vorfeld der Wandertage die Strecken markiert. Was eine Gruppe aber dann doch nicht daran hinderte, sich zu verlaufen. Doch ins Ziel kamen sie schließlich alle wohlgemut. Auch dank der drei Verpflegungsstationen, die entlang der Strecken aufgebaut waren. Am Feuerwehrhaus als Start- und Zielpunkt stand ebenso Leckeres für das leibliche Wohl bereit.
Den Kaffeeausschank übernahm dort übrigens eine Dame aus dem Schwarzwald, die sich seit ihrem ersten Wandererlebnis im Spalter Umland vor 15 Jahren in dessen Hügellandschaft förmlich verliebt hat. Bis zu viermal jährlich ist sie dort zu Gast. Die Hopfengemeinde sei für sie „wie eine zweite Heimat geworden,“ so Erika Leitz, die längst Mitglied bei den Spalter Wanderfreunden ist.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.