Mittwoch, 14.11.2018

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Wasser für die durstigen Gunzenhäuser Bäume

Der Bauhof gießt die Jungbäume und Beete in Gunzenhausen und den Stadtteilen in regelmäßigem Abstand - 22.08.2018 18:14 Uhr

Die Bäume im Stadtgebiet leiden unter der Dürre. Sie werden deshalb, wie hier von Stefan Rettlinger, regelmäßig von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs mit Wasser versorgt. © Foto: Marianne Natalis


Wieder einmal ist Stefan Rettlinger mit dem Wassertankwagen unterwegs. Rund 150 Liter Wasser hat er erst letzte Woche dem Baum vor dem Elektro-Braun spendiert, doch das Gewächs kann schon wieder Nachschub vertragen. 2000 Liter fasst der Wassertank, in der Regel füllt der Bauhofmitarbeiter ihn bei seiner Tour drei- bis viermal auf.

Seit dem letzten Regen vor rund vier Wochen versorgen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die etwa 20 Beete im Stadtgebiet sowie 80 Jungbäume in Gunzenhausen und den Stadtteilen regelmäßig mit Wasser. Das Hauptaugenmerk gilt dabei weniger den Blumenbeete oder den Geranien auf der Altmühlbrücke, wobei sie natürlich auch ihre Wasserration erhalten. Viel mehr Sorgen macht sich Gustav Girschele um die Jungbäume. Hier wird versucht, erläuterte der Bauhofchef, zu retten, was noch zu retten ist. Je nach Größe bis zu 300 Liter bekommt ein Baum bei einer Tour. Schon seit Beginn der Trockenheit im Mai rücken die Bauhofmitarbeiter bei Bedarf zum Gießen aus, derzeit sind sie mindestens dreimal in der Woche mit dem Wassertank unterwegs. Ähnlich wie der Winterdienst ist der Aufwand, der jährlich fürs Gießen notwendig ist, schwer kalkulierbar. Gerade jetzt in der Urlaubszeit ist dies eine zusätzliche Arbeitsbelastung.

Aber eine, die dringend notwendig ist. Ob die Rettungsaktion für die städtischen Jungbäume allerdings Früchte trägt, das wird sich laut Girschele erst in zwei Jahren herausstellen. Dann erst "werden wir merken, welche Jungbäume überleben und welche nicht". Sie zu erhalten, ist nicht nur aus Naturschutzgründen sinnvoll, sondern auch im Interesse des Stadtsäckels: Ein Jungbaum kostet im Durchschnitt 500 Euro.

Zum Gießen wird laut Girschele vorzugsweise kein Trinkwasser verwendet. Getankt wird zu 80 bis 90 Prozent an der Zisterne in der Kläranlage, teilweise wird auch die Zisterne in der Feuerwehrzentrale angezapft. Auch am Bauhof kann der Tank normalerweise gefüllt werden, derzeit sind aber alle Leitungen wegen des Neubaus einer Halle abgeklemmt.  

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