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Bereits ab 21 Uhr gab es kein Durchkommen mehr in den Gaststätten und an den außen aufgestellten Tresen herrschte dichtes Gedränge. Nicht wenige der jungen Leute kamen allerdings bereits „vorgeglüht“ in die Narrenhochburg. Nicht zu spaßen war mit manchen „Fleckli“, die aus den dunklen Gassen der Altstadt zum Vorschein kamen, wenn sie so mancher derber Ruf ereilte. Innerhalb kürzester Zeit war der Sprücheklopfer von den Traditionsfiguren eingekreist und bekam mit der Rute einen sanften Schlag auf das Gesäß. Die friedvollen „Fleckli“ zogen es jedoch vor, ein junges Mädchen in die Arme zu nehmen und ihm liebevoll einen Kuss auf die Wangen zu drücken.
Der Faschingstrubel nahm erst in den frühen Morgenstunden sein Ende, und so mancher Narr ging, vielleicht etwas angeschlagen, wie gewohnt auf die Arbeit. Andere dagegen nahmen einen Tag Urlaub in Anspruch, um zu Hause oder bei Freunden nach einem Frühstück den „Kater“ auszuschlafen. Nach dem „Unsinnigen“ wartet übrigens bereits der nächste und für heuer gleichzeitig letzte Höhepunkt auf die Karnevalsfreunde: der große Umzug am Faschingsdienstag, 21. Februar. Beginn ist um 14 Uhr.
Etwas schleppend kam der „Unsinnige Donnerstag“ dagegen im Wolframstädtchen in Fahrt, aber dann waren die Lokalitäten doch noch sehr gut ausgelastet und alle hatten so richtig viel Spaß, ob nun maskiert oder nicht. Jung und Alt haben bis spät in die Nacht gefeiert. In den benachbarten Gaststätten in der Hauptstraße, der „Traube“ und dem „Wolframskrug“, spielten Bands, das „Alte Feuerwehrhaus“ hatte die KG „Minnesänger“ in einen Partykeller verwandelt. Wieder einmal zeigte sich, dass sich die Jugend heute selten vor etwa 21.30 Uhr die Ehre gibt, wobei die „Traube“ schon sehr früh volles Haus vermelden konnte. Hier spielte das Quartett „D’Hoderlumpen“ aus der Oberpfalz auf und die Stammtische waren schnell besetzt.
Im weit geräumigeren „Heubusch-Saal“ im benachbarten „Wolframskrug“ tummelte sich das maskierte Volk auf der Tanzfläche und die Band „PMWH Project“ lieferte mit Oldies, Schlagern und quer Beet den richtigen Sound dazu. Am letzten füllte sich der Partykeller der „Minnesänger“, aber dafür gab es hier bis spät in die Nacht leckere Bratwurst- und Steaksemmeln, die die Vorstandschaft für ihre Gäste brutzelte. Die überwiegende Zahl der Besucher kam verkleidet und maskiert – oft bis zur Unkenntlichkeit – sodass es jede Menge fantasievolle Outfits zu bestaunen gab.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.