Freitag, 16.11.2018

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Westheim: Maishäcksler brannte komplett aus

Hoher Sachschaden durch gezielte Manipulation an Erntemaschine in Merkendorf - 28.08.2018 17:10 Uhr

Nur noch ein Eisengerüst blieb vom ausgebrannten Maishäcksler in Westheim übrig. © Heinz Schwarzländer


So geriet am Montagnachmittag bei Westheim ein Maishäcksler vermutlich wegen eines heißgelaufenen Lagers während der Maisernte in Brand. Als der Fahrer den Rauch bemerkte, steuerte er sein Fahrzeug vom Maisbestand weg. In kürzester Zeit stand der Häcksler in Flammen.

Bei der Ankunft der alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Westheim barsten die großen Reifen des Gefährts mit einem ohrenbetäubenden Knall. Die Brandschützer überzogen das Fahrzeug mit einem Schaumteppich, konnten das vollständige Ausbrennen der etwa 250 000 Euro teuren Erntemaschine nicht mehr verhindern.

Erheblicher Sachschaden entstand auch in Merkendorf. Hier war am Montagvormittag ein 27-Jähriger nahe Hirschlach dabei, mit seinem Claas-Häcksler ein Maisfeld abzuernten. Plötzlich hörte der junge Landwirt einen lauten Knall — und stoppte sofort seine Maschine.

Er inspizierte sein Gefährt und musste feststellen, dass eine etwa 50 mal 30 Millimeter große Edelstahlwelle die Häckseltrommel samt der darin befindlichen Messer zerschlagen hatte. Danach wurde die zerstörte Edelstahlwelle nach vorne ausgeworfen, die Metallsplitter der Messer wurden durch den Auswurfturm herausge-schleudert. Der am Maishäcksler verursachte Sachschaden beträgt etwa 30 000 Euro.

Die Polizei nimmt an, dass ein Unbekannter die Edelstahlwelle gezielt an eine Maispflanze gebunden hat, um den Maishäcksler zu sabotieren. Fälle wie diese häufen sich in den letzten Jahren — auch in unserer Region. Für den Fahrer des Maishäckslers, so die Beamten, bestand große Gefahr, wäre er von den herumfliegenden Metallteilen getroffen worden.

Nach diesem Vorfall wechselte der 27-Jährige die beschädigte Häcksel-trommel aus und fuhr auf ein etwa 250 Meter entferntes Maisfeld — nur um den gleichen Anschlag noch einmal zu erleben. Auch hier wurde erneut ein vergleichbares Metallteil durch den Häcksler aufgenommen, was ebenfalls die Häckseltrommel und die Häckselmesser zerstörte. Und auch hier entstand ein Schaden von etwa 30 000 Euro. Glück im Unglück: Der Fahrer wurde von den herumfliegenden Metallteilen erneut nicht getroffen und blieb unverletzt. Die Art und Weise der Sabotage, so die erste Erkenntnis der Ermittler, setzt eine gewisse landwirtschaftliche Fachkenntnis voraus.

Und die Beamten bitten Zeugen, die in der Nähe der Maisfelder bei Hirschlach verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei Ansbach, Telefon 0981/9094121, zu melden.  

hsch/ab E-Mail

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