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Nach Mitteilung von Stadtbaumeisterin Simone Teufel ragt bei fünf der insgesamt neun Anlagen das Fundament höher heraus, als es der Bebauungsplan zulässt. Die beteiligten Kommunen Gunzenhausen und Wassertrüdingen hatten nämlich eine maximale Nabenhöhe von 105 Metern festgesetzt, und damit müssen die Fundamente bodengleich sein.Tatsache ist aber, dass die „Erhöhung“ 60 bis 180 Zentimeter ausmacht, so Simone Teufel.
Von den fünf betroffenen Windrädern befinden sich zwei auf Gunzenhäuser Gemarkung und drei auf der von Wassertrüdingen. Es handelt sich bekanntlich um einen interkommunalen Windpark an der Grenze der beiden Städte und der beiden Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Ansbach.
Nicht nur die beiden Rathäuser waren mit dem Vorhaben befasst, sondern auch die beiden Landratsämter. Für die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz war das Landratsamt Ansbach zuständig. Die Renerco AG, ein Tochterunternehmen der BayWa, hat inzwischen eine Befreiung von dem Vorhaben- und Erschließungsplan beantragt. Die Stadt Wassertrüdingen hat dem entsprochen, berichtete Simone Teufel weiter.
Anders die Stadt Gunzenhausen: Sie legt sich quer und gibt nicht ihre Zustimmung, so der einstimmige Beschluss des Bau- und Umweltausschusses. Die Entscheidung liegt beim Ansbacher Landratsamt. Dort müsste man sich über das Gunzenhäuser Votum hinwegsetzen. Es werden bestimmt keine Windräder abgerissen werden, hieß es im Verlauf der Sitzung. Immerhin ist mit einer empfindlichen Geldbuße zu rechnen, die Renerco dann entrichten muss. Man müsse dem Bauherrn wohl Absicht unterstellen.
Was bei den fünf Fundamenten gemacht worden sei, gehe „nicht in Ordnung“, befand die Stadtbaumeisterin. Renerco habe angegeben, zu den höheren Fundamenten sei es wegen „Kommunikationsproblemen“ gekommen. Von dieser Begründung ließ sich auch Gerd Rudolph (SPD) nicht beeindrucken.
Er erinnerte an die eindeutig beschlossene 105-Meter-Grenze. Da seien sich alle Stadträte einig gewesen und hätten damals einen entsprechenden Antrag abgewiesen. Wenn es jetzt anders gekommen sei, dann liege dem absichtliches Handeln zugrunde, „da gibt es nichts zu beschönigen“. Die Stadt sei absichtlich hinters Licht geführt worden. Selbst wenn sich nichts mehr am Windpark ändern werde, solle die Stadt Gunzenhausen nein sagen.

In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.