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Herrmanns Plan: Bayern will Bahnen elektrifizieren

"Elektrisch angetriebene Züge umweltfreundlicher", sagt Verkehrsminister - 23.01.2018 21:52 Uhr

Auch in Franken fahren immer mehr Elektrotriebzüge wie dieser hier. © Bahn


Am Dienstag stellte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) die neue Elektromobilität-Strategie vor. Aus bayerischer Sicht sollen demnach sieben regionale Bahnstrecken vorrangig elektrifiziert werden, darunter die von Neu-Ulm über Memmingen nach Kempten, von Aschaffenburg nach Miltenberg, von Ebersberg nach Wasserburg a. Inn und das Oberlandnetz Richtung Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell.

Zudem will die Staatsregierung Pilotprojekte für innovative Antriebe im Schienenverkehr vorantreiben, etwa für sogenannte Hybrid-Antriebe. Die Fahrzeuge sollen dann vor allem auf Strecken eingesetzt werden, auf denen eine Elektrifizierung noch in weiterer Ferne liegt.

"Unser Ziel ist, auf der Schiene den Anteil des Dieselverkehrs zugunsten schadstoffarmer elektrischer Antriebe deutlich zu senken", sagte Herrmann. Er betonte: "Elektrisch angetriebene Züge sind umweltfreundlicher, leiser, leistungsfähiger, wartungsärmer und in der Summe deutlich günstiger als Dieselzüge." Nötig sei, dass der Bund wie angekündigt ein Sonderprogramm zur Elektrifizierung auflege.

Kritik von den Grünen

Das öffentliche Schienennetz in Bayern umfasst aktuell rund 6700 Kilometer, davon sind etwas mehr als 3200 Kilometer elektrifiziert.

Die Grünen forderten die Staatsregierung selbst und direkt zum Handeln auf. "Wenn wir die schmutzigen Dieselloks ernsthaft ausrangieren wollen, ist es höchste Eisenbahn für ein eigenes bayerisches Finanzierungsprogramm", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Markus Ganserer. "Das Land Bayern muss eigenes Geld in die Hand nehmen und Baumaßnahmen anpacken, statt lediglich zu elektrifizierende Strecken beim Bund anzumelden." 

dpa, tl

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